Zolltarifnummer suchen
Finden Sie die Zolltarifnummer, den Zollsatz und die Einfuhrumsatzsteuer für jedes Produkt beim Import nach Deutschland.
Geben Sie einen Produktnamen in einfacher Sprache oder einen 2- bis 10-stelligen Code ein.
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Prepared foodstuffs; beverages, spirits, tobacco
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Pulp, paper and printed products
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Machinery and electrical equipment
Vehicles, aircraft and vessels
Optical, medical, measuring instruments; clocks
Arms and ammunition
Miscellaneous manufactured articles
Works of art, collectors’ pieces and antiques
Wie das System der Zolltarifnummern funktioniert
Jede Ware, die über eine Grenze bewegt wird, erhält eine Nummer, mit der sie eindeutig eingereiht wird. Diese Nummer baut stufenweise auf und wird mit jeder Ebene länger und genauer. Die ersten sechs Stellen bilden den weltweit einheitlichen HS-Code (HS6) der Weltzollorganisation – diese sechs Stellen sind in nahezu allen Ländern identisch.
- HS6 (weltweit): sechsstelliger, international gültiger Code.
- KN / Kombinierte Nomenklatur (8-stellig): die EU ergänzt zwei weitere Stellen für statistische und tarifäre Zwecke. Diese 8-stellige Warennummer wird für die Ausfuhr verwendet.
- TARIC (10-stellig): die EU fügt zwei weitere Stellen für unionsrechtliche Maßnahmen hinzu, etwa Zollsätze, Antidumpingzölle, Zollkontingente oder Einfuhrverbote.
- Codenummer (11-stellig): Deutschland ergänzt eine elfte Stelle für nationale Maßnahmen wie die Einfuhrumsatzsteuer. Diese vollständige Codenummer wird für die Einfuhr nach Deutschland benötigt.
Die maßgeblichen amtlichen Quellen sind der elektronische Zolltarif EZT-Online der deutschen Zollverwaltung sowie das Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamtes (Destatis). EZT-Online liefert die 11-stelligen Codenummern samt Abgaben, das Warenverzeichnis von Destatis dient der korrekten Einreihung für statistische Meldungen.
So finden Sie Ihre Zolltarifnummer – Schritt für Schritt
Es gibt zwei bewährte Wege, um zur richtigen Nummer zu gelangen: die direkte Suche nach dem Produkt oder das systematische Durchblättern der Nomenklatur.
- Suche nach Produkt: Geben Sie den Warennamen oder eine plausible Beschreibung ein (zum Beispiel „Laptop", „Baumwoll-T-Shirt" oder „Sneaker") und prüfen Sie die vorgeschlagenen Einreihungen.
- Browsing über die Struktur: Arbeiten Sie sich von oben nach unten vor – vom Kapitel (2-stellig) über die Position (4-stellig) zur Unterposition (6-stellig) und schließlich zur nationalen Codenummer.
Prüfen Sie immer den genauen Wortlaut der Positionstexte sowie die Anmerkungen zu Abschnitten und Kapiteln, da diese die Einreihung verbindlich steuern. Wenn Sie sich nicht sicher sind oder rechtssichere Klarheit benötigen, können Sie eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) beim Zoll beantragen. Eine erteilte vZTA ist in der Regel drei Jahre lang gültig und bindet die Zollbehörden EU-weit an die genannte Einreihung.
Wie die Zolltarifnummer mit den Einfuhrabgaben zusammenhängt
Die Zolltarifnummer entscheidet darüber, welche Abgaben bei der Einfuhr anfallen. Aus dem TARIC ergibt sich der Drittlandszollsatz in Prozent, der auf Waren aus Ländern außerhalb der EU erhoben wird. Zusätzlich fällt die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) an, die dem Mehrwertsteuersatz entspricht: 19 % als Regelsatz und 7 % als ermäßigter Satz für bestimmte Waren.
- Zoll: Drittlandszollsatz (%) aus TARIC, bezogen auf den Zollwert.
- EUSt: 19 % (ermäßigt 7 %) auf die EUSt-Bemessungsgrundlage.
Die Bemessungsgrundlage der Einfuhrumsatzsteuer ist nicht der reine Warenwert, sondern setzt sich zusammen aus: Zollwert + Zoll + Frachtkosten (sowie weitere Beförderungs- und Versicherungskosten bis zum ersten Bestimmungsort im Inland). Die EUSt wird also auf einen bereits erhöhten Betrag berechnet.
Wichtig: Die frühere Freigrenze von 22 Euro für Kleinsendungen besteht seit dem 1. Juli 2021 nicht mehr. Seitdem unterliegen grundsätzlich alle Einfuhren – auch geringwertige – der Einfuhrumsatzsteuer.
Kapitelübersicht und gängige Produktbeispiele
Die Nomenklatur ist in 21 Abschnitte und 99 Kapitel gegliedert. Maschinen und Elektronik finden sich in Kapitel 84 und 85, Bekleidung in den Kapiteln 61 und 62, Schuhe in Kapitel 64 und Fahrzeuge in Kapitel 87. Die folgenden Beispiele zeigen, wie stark sich die Drittlandszollsätze je nach Ware unterscheiden:
- 8471 – Laptops und Computer: Drittlandszollsatz 0 % (Datenverarbeitungsgeräte sind zollfrei).
- 8517 – Smartphones: Drittlandszollsatz 0 %.
- 6109 – T-Shirts aus Baumwolle: Drittlandszollsatz 12 %.
- 6404 – Sneaker (Schuhe mit Laufsohle aus Kautschuk/Kunststoff und Oberteil aus Spinnstoff): Drittlandszollsatz 16,9 %.
- 8703 – Personenkraftwagen (Pkw): Drittlandszollsatz 10 %.
Auf alle diese Zollsätze kommt zusätzlich die Einfuhrumsatzsteuer von 19 % hinzu. Elektronik ist häufig zollfrei, während Textilien und Schuhe vergleichsweise hohe Zollsätze tragen.
Besonderheiten für die Einfuhr und Ausfuhr in Deutschland
In Deutschland ist die 11. Stelle der Codenummer die nationale Ergänzung der EU-Nomenklatur. Sie steuert nationale Maßnahmen, insbesondere die Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer, und macht die für die Einfuhr maßgebliche Codenummer vollständig.
- Einfuhr: Es wird die vollständige 11-stellige Codenummer verwendet, da sie Zoll- und Steuermaßnahmen abbildet.
- Ausfuhr: Hier genügt die 8-stellige Warennummer der Kombinierten Nomenklatur.
- Antidumpingzölle: Für bestimmte Waren und Ursprungsländer können zusätzliche Antidumping- oder Ausgleichszölle erhoben werden, die im TARIC hinterlegt sind und den normalen Zollsatz deutlich übersteigen können.
- Häufige Fehleinreihungen: Typische Fehler entstehen, wenn Material, Funktion oder Verarbeitungsgrad falsch beurteilt werden – etwa die Verwechslung von Gewirken und Geweben bei Textilien oder die Einordnung von Mischwaren ohne Beachtung der Allgemeinen Vorschriften.
- Jährliche Änderungen: Die Kombinierte Nomenklatur wird jedes Jahr zum 1. Januar aktualisiert. Codenummern können dabei neu gefasst, geteilt oder gestrichen werden, weshalb eine regelmäßige Prüfung der gültigen Nummer ratsam ist.
Im Zweifel schafft die verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) Rechtssicherheit und schützt vor Nacherhebungen aufgrund einer fehlerhaften Einreihung.
