Arbeitszeitrechner Deutschland

Arbeitszeit, Überstunden und Bruttolohn berechnen — kostenlos, nach deutschem Arbeitszeitgesetz.

TagBeginnEndePause (min)GesamtNormal / Überstunden
Mo08:00(8.00h)08:00
Di08:00(8.00h)08:00
Mi08:00(8.00h)08:00
Do08:00(8.00h)08:00
Fr08:00(8.00h)08:00
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Überstunden

Arbeitszeit und Überstunden in Deutschland richtig berechnen

Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) begrenzt die werktägliche Arbeitszeit auf 8 Stunden. Sie darf auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder 24 Wochen der Durchschnitt von 8 Stunden täglich nicht überschritten wird. Eine gesetzlich vorgeschriebene Überstundenvergütung — also einen festen Aufschlag wie 25 % oder 50 % — kennt das deutsche Recht nicht. Der Zuschlag ergibt sich ausschließlich aus dem Tarifvertrag, der Betriebsvereinbarung oder dem individuellen Arbeitsvertrag.

Arbeitnehmer sollten daher ihren Vertrag und den geltenden Tarifvertrag genau prüfen. Häufige Regelungen sind: Überstundenausgleich durch Freizeit, Pauschalabgeltung im Gehalt oder ein fixer prozentualer Zuschlag. Der Nachtarbeitszuschlag (23:00–06:00 Uhr) ist hingegen im ArbZG verankert: mindestens 25 % Zuschlag oder eine entsprechende Anzahl bezahlter Freischichten.

Arbeitszeitrechner Deutschland

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    Wochenbeginn festlegen

    Öffnen Sie die Einstellungen und wählen Sie Montag als Wochenbeginn — der Standard im deutschen Arbeitsleben. Das ArbZG-Ausgleichsfenster beginnt ebenfalls montags in den meisten Betrieben.

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    Erfassungszeitraum wählen

    Wählen Sie den Tab Woche für die tägliche 8/10-Stunden-Kontrolle oder den Tab Monat für den 6-Monats-Ausgleich. Der Tages-Tab ermöglicht die Prüfung einzelner Schichten.

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    Arbeitszeiten eintragen

    Geben Sie Arbeitsbeginn und -ende im Format HH:MM ein. Schichten, die über Mitternacht gehen (z. B. 22:00–06:00), werden automatisch als Nachtschicht erkannt.

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    Pausenzeiten eingeben

    Tragen Sie die unbezahlten Pausenminuten in die Spalte Pause ein (z. B. 30 Minuten Mittagspause). Die Nettostunden, die für die Arbeitszeitberechnung zählen, werden automatisch ermittelt.

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    Nachtstunden prüfen

    Stunden zwischen 23:00 und 06:00 Uhr erscheinen gesondert in der Zusammenfassung. Vergleichen Sie diese mit Ihrem Tarifvertrag, um den korrekten Nachtarbeitszuschlag zu ermitteln.

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    Stundenlohn eingeben

    Geben Sie Ihren Bruttostundenlohn ein. Da gesetzliche Überstundenzuschläge fehlen, zeigt der Rechner die Summe zum einfachen Stundenlohn. Addieren Sie Ihren vertraglich vereinbarten Zuschlag manuell oder passen Sie den eingegebenen Stundenlohn entsprechend an.

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    Nachweis exportieren

    Exportieren Sie die Aufzeichnung als PDF am Ende jeder Woche. Aufbewahrungspflicht für Arbeitszeit-Nachweise: nach ArbZG mindestens 2 Jahre; nach Steuerrecht bis zu 10 Jahre für lohnrelevante Unterlagen.

Werktägliche Höchstarbeitszeit und Ausgleichszeitraum

Das ArbZG unterscheidet zwischen Werktagen (Montag bis Samstag) und Sonn- und Feiertagen. Die 8-Stunden-Grenze gilt pro Werktag; in Ausnahmefällen kann sie auf 10 Stunden ausgedehnt werden, wenn der Durchschnitt über 6 Monate eingehalten wird. An Sonn- und gesetzlichen Feiertagen gilt grundsätzlich Beschäftigungsverbot.

Für bestimmte Branchen — Gastronomie, Pflege, Verkehr, Landwirtschaft — gelten durch Rechtsverordnung abweichende Regelungen. Schichtarbeiter und Bereitschaftsdienst unterliegen besonderen Bestimmungen, die teilweise vom EuGH-Urteil zur Arbeitszeiterfassung (2019) beeinflusst wurden.

Pflicht zur Arbeitszeiterfassung

Der Europäische Gerichtshof hat 2019 entschieden (C-55/18), dass Arbeitgeber verpflichtet sind, die gesamte tägliche Arbeitszeit ihrer Arbeitnehmer zu erfassen. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) bestätigte 2022 (1 ABR 22/21), dass diese Pflicht bereits aus dem bestehenden deutschen Recht folgt. Ein entsprechendes Arbeitszeiterfassungsgesetz befindet sich in der Umsetzung.

Praktisch bedeutet das: Arbeitgeber müssen ein System bereitstellen, das Start, Ende und Pausen der täglichen Arbeitszeit dokumentiert. Arbeitnehmer haben das Recht auf Einsicht in ihre Aufzeichnungen. Nutzen Sie diesen Rechner als persönliches Kontrollwerkzeug neben dem betrieblichen System.

Ruhepausen nach ArbZG

  • Arbeitszeit zwischen 6 und 9 Stunden: mindestens 30 Minuten Pause.
  • Arbeitszeit über 9 Stunden: mindestens 45 Minuten Pause.
  • Pausen können in Abschnitte von mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden.
  • Pausen zählen nicht als Arbeitszeit und dürfen nicht am Anfang oder Ende der Schicht liegen.
  • Ruhezeit zwischen zwei Schichten: mindestens 11 zusammenhängende Stunden.

Nachtarbeit und Zuschlagspflicht

Nachtarbeit im Sinne des ArbZG ist Arbeit, die mehr als zwei Stunden in der Nachtzeit (23:00–06:00 Uhr, in Bäckereien 22:00–05:00 Uhr) umfasst. Nachtarbeitnehmer haben Anspruch auf einen angemessenen Nachtarbeitszuschlag oder auf eine entsprechende Anzahl bezahlter freier Tage. Als angemessen gilt in der Rechtsprechung in der Regel ein Zuschlag von 25 % auf den Bruttostundenlohn.

Tarifverträge können höhere Zuschläge vorsehen — in der Metallindustrie sind 20–25 % üblich, in einigen Branchen bis zu 50 %. Der Rechner zeigt Nachtstunden separat aus, damit Sie den Zuschlag mit Ihrem Tarifvertrag abgleichen können.

Überstunden: Vergütung und Abgeltung

Da das ArbZG keinen gesetzlichen Überstundenzuschlag vorschreibt, gilt: Was der Vertrag nicht regelt, schuldet der Arbeitgeber grundsätzlich nur den einfachen Stundenlohn für geleistete Mehrarbeit — sofern diese angeordnet oder geduldet wurde. Ist im Arbeitsvertrag eine Klausel enthalten, die Überstunden mit dem Gehalt als „abgegolten" erklärt, ist diese nur wirksam, wenn die Anzahl der pauschal abgegoltenen Stunden transparent begrenzt ist.

Arbeitnehmer sollten alle Überstunden schriftlich festhalten und sich die Anordnung oder Duldung durch den Vorgesetzten belegen lassen. Ohne Nachweis ist die Durchsetzung von Überstundenvergütung vor dem Arbeitsgericht schwierig.

Häufige Fragen — Arbeitszeitrechner Deutschland

Wie viele Stunden darf ich täglich maximal arbeiten?
Das ArbZG erlaubt regulär 8 Stunden pro Werktag. Eine Verlängerung auf 10 Stunden ist möglich, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder 24 Wochen der Durchschnitt von 8 Stunden täglich nicht überschritten wird. An Sonn- und Feiertagen gilt ein grundsätzliches Beschäftigungsverbot mit eng begrenzten Ausnahmen.
Muss mein Arbeitgeber Überstunden mit einem Zuschlag bezahlen?
Nein, das ArbZG schreibt keinen gesetzlichen Überstundenzuschlag vor. Die Vergütung von Überstunden richtet sich nach dem Arbeitsvertrag oder dem geltenden Tarifvertrag. Fehlt eine Regelung, kann der Arbeitnehmer dennoch den einfachen Stundenlohn für angeordnete oder geduldete Überstunden verlangen.
Welche Pausen sind gesetzlich vorgeschrieben?
Bei einer Arbeitszeit zwischen 6 und 9 Stunden sind mindestens 30 Minuten Pause vorgeschrieben; bei mehr als 9 Stunden mindestens 45 Minuten. Die Pause kann in Abschnitte von je mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Kurzpausen unter 15 Minuten gelten als Arbeitszeit und müssen vergütet werden.
Was bedeutet die BAG-Entscheidung zur Arbeitszeiterfassung für mich?
Das Bundesarbeitsgericht hat 2022 bestätigt, dass Arbeitgeber nach geltendem Recht verpflichtet sind, die gesamte Arbeitszeit ihrer Beschäftigten zu erfassen. Solange ein gesetzliches Arbeitszeiterfassungsgesetz noch aussteht, können Sie die Führung eigener Aufzeichnungen einfordern und als Nachweis bei Streitigkeiten nutzen.
Wie hoch ist der gesetzliche Nachtarbeitszuschlag?
Das ArbZG verlangt einen „angemessenen" Zuschlag für Nachtarbeit, ohne einen konkreten Prozentsatz zu nennen. Die Rechtsprechung akzeptiert in der Regel 25 % auf den Bruttostundenlohn oder eine gleichwertige Anzahl bezahlter Freischichten. Viele Tarifverträge sehen höhere Zuschläge vor.
Wie lange müssen Arbeitszeitnachweise aufbewahrt werden?
Das ArbZG schreibt eine Aufbewahrungsfrist von mindestens 2 Jahren vor. Lohnrelevante Unterlagen unterliegen nach Steuerrecht einer Aufbewahrungspflicht von bis zu 10 Jahren. Es empfiehlt sich, Nachweise mindestens 3 Jahre lang zu archivieren, da die Verjährungsfrist für Lohnansprüche in der Regel 3 Jahre beträgt.

Rechtsgrundlagen: Arbeitszeitgesetz (ArbZG) i. d. F. vom 6. Juni 1994, §§ 3–9, 12; BAG-Beschluss vom 13. September 2022 (1 ABR 22/21); EuGH-Urteil vom 14. Mai 2019 (C-55/18). Bundesministerium für Arbeit und Soziales: bmas.de.