Vorlagen für Finanzberichte (Österreich)

Kostenlose, bearbeitbare Vorlagen für Finanzberichte für österreichische Unternehmen — abgestimmt auf das UGB (Unternehmensgesetzbuch) mit korrekter €-Formatierung, österreichischer Terminologie und dem Kontext der Offenlegung beim Firmenbuch.

Rechnungslegungsstandard
UGB
Geschäftsjahr
Kalenderjahr (Standard); abweichendes Wirtschaftsjahr möglich
Währung
EUR (€)
Einreichung bei
Firmenbuch

Finanzberichte in Österreich verstehen

Ein Finanzbericht fasst die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens in einer festgelegten Struktur zusammen: was erwirtschaftet wurde, was das Unternehmen besitzt und schuldet, und wie sich die liquiden Mittel verändert haben. In Österreich bilden das UGB (Unternehmensgesetzbuch, 3. Buch: Rechnungslegung) den rechtlichen Rahmen für die meisten Unternehmen, während kapitalmarktorientierte Konzerne ihren Konzernabschluss nach den EU-IFRS erstellen.

Für Einzelunternehmer, Freiberufler, KMU und Kapitalgesellschaften ist ein sauber strukturierter Finanzbericht mehr als eine gesetzliche Pflicht: Banken verlangen ihn für Kreditentscheidungen, das Finanzamt für die Steuererklärung mit E-Bilanz, und Gesellschafter oder Investoren nutzen ihn, um die Entwicklung des Unternehmens zu beurteilen. Wer die Gliederung nach § 224 und § 231 UGB kennt, spart bei der jährlichen Erstellung Zeit und vermeidet Rückfragen von Steuerberatung oder Firmenbuchgericht.

Diese Seite bietet sechs kostenlose, bearbeitbare Vorlagen — vom vollständigen Jahresabschluss bis zur Reisekostenabrechnung —, jede mit österreichischer Terminologie, korrekter €-Formatierung und automatischer Summenbildung, sodass Sie sich auf die Zahlen statt auf die Formatierung konzentrieren können.

Welche Vorlage brauchen Sie?

  • Jahresabschluss: für die vollständige jährliche Offenlegung mit Ergebnisübersicht, Vermögenslage und Geldflüssen in einem Dokument.
  • Gewinn- und Verlustrechnung (GuV): wenn Sie nur die Ertragslage — von den Umsatzerlösen bis zum Jahresüberschuss — darstellen wollen.
  • Bilanz: für die Darstellung von Aktiva und Passiva zu einem Stichtag, inklusive automatischer Prüfung, dass beide Seiten übereinstimmen.
  • Geldflussrechnung: um nachzuvollziehen, wie liquide Mittel durch laufende Geschäftstätigkeit, Investition und Finanzierung entstehen oder abfließen.
  • Budget / Finanzplan: zum Planen von Erträgen und Aufwendungen und zum Abgleich mit den tatsächlichen Ist-Werten im Jahresverlauf.
  • Reisekostenabrechnung: um betriebliche Reisekosten je Kategorie zu erfassen und den zu erstattenden Betrag automatisch zu summieren.

Rechnungslegungsstandard und Offenlegung in Österreich

Die meisten österreichischen Unternehmen erstellen ihren Jahresabschluss nach dem UGB, mit der Gliederung von Bilanz und GuV gemäß § 224 und § 231 UGB und den Größenklassen nach § 221 UGB, die bestimmen, welche Erleichterungen bei Kleinst- und Kleinunternehmen greifen. Kapitalmarktorientierte Konzerne stellen ihren Konzernabschluss stattdessen nach den EU-IFRS auf. Das Geschäftsjahr entspricht standardmäßig dem Kalenderjahr, ein abweichendes Wirtschaftsjahr ist jedoch zulässig.

Kapitalgesellschaften reichen ihren Jahresabschluss elektronisch beim Firmenbuch ein — spätestens neun Monate nach dem Bilanzstichtag — und übermitteln die Steuererklärung mit E-Bilanz über FinanzOnline. Kleinstkapitalgesellschaften dürfen dabei eine verkürzte Bilanz offenlegen. Offizielle Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10001702

Währung, Geschäftsjahr und Zahlenformat

  • Währung: Euro (€), Symbol nach dem Betrag mit geschütztem Leerzeichen, z. B. "1.234,56 €".
  • Dezimaltrennzeichen: Komma; Tausendertrennzeichen: Punkt — die in Österreich übliche Zahlenschreibweise.
  • Datumsformat: TT.MM.JJJJ, wie in österreichischen Behörden- und Bankdokumenten üblich.
  • Geschäftsjahr: Kalenderjahr als Standard (01.01.–31.12.), ein abweichendes Wirtschaftsjahr ist möglich und muss im Anhang angegeben werden.
  • Negative Beträge: mit Minuszeichen dargestellt, konsistent mit den Vorlagen dieser Seite.

Was diese Vorlagen unterscheidet

  • Gliederung exakt nach UGB-Struktur (§ 224 Bilanz, § 231 GuV), nicht nach einem generischen internationalen Schema.
  • Korrekte österreichische €-Formatierung mit Komma als Dezimaltrennzeichen und Punkt als Tausendertrennzeichen.
  • Native österreichische Fachbegriffe wie Rohergebnis, Betriebserfolg, Jahresüberschuss und Bilanzgewinn statt übersetzter Fremdbegriffe.
  • Automatisch rechnende Summen und, bei der Bilanz, eine eingebaute Prüfung, dass Summe Aktiva und Summe Passiva übereinstimmen.
  • Praxisnahe Hinweise zur Offenlegung beim Firmenbuch und zur Steuererklärung mit E-Bilanz, direkt bei der jeweiligen Vorlage.

Häufig gestellte Fragen