Stundenzettel Rechner Österreich
Arbeitsstunden, Überstunden und Bruttogehalt berechnen — kostenlos, nach österreichischem Arbeitsrecht.
| Tag | Beginn | Ende | Pause (Min) (min) | Gesamt | Normal / Überstunden |
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| Mo | 08:30(8.50h) | 08:00+00:30 | |||
| Di | 08:30(8.50h) | 08:00+00:30 | |||
| Mi | 08:30(8.50h) | 08:00+00:30 | |||
| Do | 08:30(8.50h) | 08:00+00:30 | |||
| Fr | 08:30(8.50h) | 08:00+00:30 | |||
| Sa | — | 00:00 | |||
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Gesamt
42:30
42.50h
Normalarbeitszeit
40:00
Überstunden
02:30
Arbeitszeitrechner Österreich: Stundenzettel, Überstunden und Pausenpflichten
Das österreichische Arbeitszeitgesetz (ArbZG) regelt, wie viele Stunden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer täglich und wöchentlich arbeiten dürfen und ab wann Überstunden zu vergüten sind. Die gesetzliche Normalarbeitszeit beträgt 8 Stunden pro Tag und 40 Stunden pro Woche. Wer mehr als diese Grenzen arbeitet, hat Anspruch auf Überstundenzuschläge — in der Regel 50 % des Grundlohns, sofern kein Ausgleich durch Zeitausgleich vereinbart wurde.
Dieser kostenlose Arbeitszeitrechner für Österreich ermöglicht es Ihnen, Ihre täglichen Arbeitszeiten (Beginn, Ende, Pause) einzutragen und sofort zu sehen, wie viele Normalstunden und Überstunden Sie in einer Woche oder einem Monat geleistet haben. Geben Sie Ihren Stundenlohn ein, um die geschätzte Bruttovergütung einschließlich Überstundenzuschlag zu berechnen.
Stundenzettel Rechner Österreich
- 1
Zeitraum auswählen
Wählen Sie Tag, Woche, 2 Wochen oder Monat — je nachdem, welchen Abrechnungszeitraum Sie überprüfen möchten.
- 2
Arbeitszeiten eintragen
Tragen Sie für jeden Arbeitstag Beginn und Ende der Arbeitszeit ein (z. B. 08:00 und 17:00). Der Rechner unterstützt auch Nachtschichten, die über Mitternacht gehen.
- 3
Pause abziehen
Geben Sie die nicht vergütete Pausenzeit in Minuten ein (z. B. 30 für die gesetzliche Mittagspause). Vergütete Pausen bitte nicht abziehen.
- 4
Normal- und Überstunden prüfen
Der Rechner zeigt Ihnen, wie viele Normalstunden (bis 8 h/Tag und 40 h/Woche) und wie viele Überstunden Sie geleistet haben. Vergleichen Sie das Ergebnis mit Ihrer Gehaltsabrechnung.
- 5
Stundenlohn eingeben
Optional: Geben Sie Ihren Bruttostundenlohn ein, um die geschätzte Bruttovergütung inklusive 50 % Überstundenzuschlag zu berechnen.
Normalarbeitszeit und Überstunden nach dem ArbZG
Das ArbZG legt die tägliche Normalarbeitszeit auf 8 Stunden fest. Die wöchentliche Normalarbeitszeit beträgt 40 Stunden (bei einer 5-Tage-Woche also 8 Stunden täglich). Durch Kollektivvertrag oder Betriebsvereinbarung kann eine andere Verteilung der Wochenstunden auf die Arbeitstage festgelegt werden, z. B. eine 4-Tage-Woche mit je 10 Stunden täglich.
Überstunden sind Stunden, die über die kollektivvertragliche oder betrieblich vereinbarte Normalarbeitszeit hinausgehen. Der gesetzliche Überstundenzuschlag beträgt 50 % — entweder als Geldleistung oder, wenn vereinbart, als Zeitausgleich im Verhältnis 1:1,5. Die tägliche Höchstarbeitszeit beträgt 10 Stunden (inklusive Überstunden), die wöchentliche Höchstgrenze 50 Stunden. In Ausnahmefällen kann die tägliche Arbeitszeit auf bis zu 12 Stunden ausgedehnt werden, wenn die 40-Stunden-Woche im Durchschnitt eingehalten wird.
Pausenpflichten im österreichischen Arbeitsrecht
Das ArbZG schreibt vor: Beträgt die Gesamtdauer der Tagesarbeitszeit mehr als 6 Stunden, muss eine Ruhepause von mindestens 30 Minuten gewährt werden. Diese Pause kann auf mehrere Pausen aufgeteilt werden, sofern jede Teilpause mindestens 10 Minuten dauert. Pausen zählen nicht als Arbeitszeit und werden nicht vergütet, sofern keine anderslautende Vereinbarung besteht.
Zwischen zwei Arbeitstagen muss eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 11 Stunden liegen. Durch Kollektivvertrag kann diese Ruhezeit in bestimmten Branchen auf 8 Stunden verkürzt werden — z. B. in der Gastronomie, im Gesundheitswesen oder in saisonalen Betrieben.
Durchrechnungsmodelle und gleitende Arbeitszeit
Viele österreichische Betriebe nutzen Durchrechnungsmodelle: Die Normalarbeitszeit wird nicht auf Wochenbasis, sondern über einen längeren Durchrechnungszeitraum (bis zu 52 Wochen) ermittelt. In einer Woche darf dann mehr als 40 Stunden gearbeitet werden, solange der Durchschnitt über den gesamten Zeitraum 40 Stunden nicht übersteigt. Arbeitszeiten bis zu 12 Stunden täglich und 48 Stunden wöchentlich sind in Durchrechnungsmodellen möglich.
Die gleitende Arbeitszeit (Gleitzeit) erlaubt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Beginn und Ende der Arbeitszeit innerhalb eines definierten Gleitzeitrahmens selbst zu wählen. Überschüsse und Defizite werden auf einem Gleitzeitkonto erfasst und können in Form von Zeitausgleich verbraucht werden.
Arbeitszeitrechner Österreich — Häufig gestellte Fragen
- Wie viele Überstunden sind in Österreich legal?
- Das österreichische ArbZG erlaubt grundsätzlich bis zu 5 Überstunden pro Woche, also bis zu 45 Stunden Gesamtarbeitszeit. Durch Kollektivvertrag oder Betriebsvereinbarung kann die Überstundenmöglichkeit auf bis zu 10 Stunden wöchentlich (50 h gesamt) erweitert werden. Innerhalb von Durchrechnungsmodellen sind wöchentlich bis zu 48 Stunden möglich, solange der Durchschnitt von 40 Stunden über den Durchrechnungszeitraum eingehalten wird. Die absolute Tagesobergrenze liegt bei 12 Arbeitsstunden. Werden diese Grenzen überschritten, ist nicht nur der Überstundenzuschlag fällig — der Arbeitgeber riskiert auch verwaltungsrechtliche Konsequenzen.
- Wie hoch ist der Überstundenzuschlag in Österreich?
- Der gesetzliche Mindestüberstundenzuschlag in Österreich beträgt 50 % des Grundlohns. Bei einer Überstundenabgeltung durch Zeitausgleich muss dieser im Verhältnis 1:1,5 gewährt werden — für jede Überstunde also 1,5 Stunden Freizeit. Viele Kollektivverträge, insbesondere in der Metall- oder Baubranche, sehen höhere Zuschläge vor. Überstunden an Sonn- und Feiertagen sind besonders geregelt: Sonn- und Feiertagsarbeit erfordert grundsätzlich eine Genehmigung und ist mit einem Zuschlag von 100 % zu vergüten.
- Muss mein Arbeitgeber meine Arbeitszeiten aufzeichnen?
- Ja. Arbeitgeber sind nach dem ArbZG verpflichtet, die Arbeitszeiten aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufzuzeichnen und diese Aufzeichnungen mindestens 7 Jahre aufzubewahren. In Betrieben mit Gleitzeitvereinbarung müssen Beginn, Ende und Gesamtdauer der Tagesarbeitszeit festgehalten werden. Seit der ArbZG-Reform 2018 ist auch die Aufzeichnung der Ruhepausen erforderlich. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben das Recht, Einsicht in die sie betreffenden Aufzeichnungen zu verlangen. Wer seine Arbeitsstunden selbst im Blick behalten möchte, kann diesen Rechner nutzen und den Stundenzettel regelmäßig ausdrucken oder als CSV exportieren.
- Was gilt bei gleitender Arbeitszeit (Gleitzeit) für Überstunden?
- Bei Gleitzeit entstehen Überstunden erst dann, wenn die im Gleitzeitrahmen festgelegte Höchstgrenze oder die 40-Stunden-Normalarbeitszeit im Abrechnungszeitraum überschritten wird und kein Zeitausgleich vereinbart ist. Gleitstunden (Stunden, die über die tägliche Normalarbeitszeit hinausgehen, aber im Rahmen des Gleitzeitkontos verbucht werden) sind keine Überstunden im rechtlichen Sinne und müssen nicht mit dem 50 %-Zuschlag vergütet werden, sofern sie durch Zeitausgleich ausgeglichen werden. Erst wenn das Gleitzeitkonto am Ende des Abrechnungszeitraums ein positives Guthaben aufweist, das nicht mehr durch Zeitausgleich abgebaut werden kann, sind diese Stunden als Überstunden abzugelten.
- Wie berechne ich meine Arbeitsstunden pro Monat in Österreich?
- Die monatliche Normalarbeitszeit variiert je nach Anzahl der Arbeitstage im Monat. Als Faustregel gilt: Monatsstunden = Anzahl der Arbeitstage im Monat × 8 Stunden. Im Jahr 2026 hat ein Monat durchschnittlich rund 21,7 Arbeitstage (260 Arbeitstage ÷ 12), was 173,6 Normalstunden entspricht. Nutzen Sie den Monatsmodus dieses Rechners, um alle Arbeitstage einzutragen und Ihre tatsächlichen Stunden automatisch zu summieren. Das Ergebnis können Sie direkt mit Ihrer Gehaltsabrechnung vergleichen.
- Gilt in Österreich die 4-Tage-Woche?
- Eine gesetzliche 4-Tage-Woche gibt es in Österreich nicht, aber sie ist auf betrieblicher Ebene möglich. Das ArbZG erlaubt es, die wöchentliche Normalarbeitszeit von 40 Stunden auf vier Tage zu verteilen — also 10 Stunden täglich von Montag bis Donnerstag. Voraussetzung ist eine entsprechende Vereinbarung im Kollektivvertrag oder eine Betriebsvereinbarung. In diesem Fall gilt die 10-Stunden-Tagesgrenze als Normalarbeitszeit, und Überstunden beginnen erst ab der 11. Stunde des Tages. Viele österreichische Unternehmen haben seit 2023 4-Tage-Woche-Modelle eingeführt, ohne die Wochenstunden zu reduzieren.
Quelle: Arbeitszeitgesetz (ArbZG), BGBl. Nr. 461/1969 i.d.g.F.; Arbeitsruhegesetz (ARG); Allgemeines Bürgerliches Gesetzbuch (ABGB). Die Angaben sind allgemeiner Natur — für individuelle Rechtsauskunft wenden Sie sich an die Arbeiterkammer Österreich (arbeiterkammer.at).
