Vorlage Geldflussrechnung (Österreich)
Eine kostenlose Vorlage für die Geldflussrechnung, die laufende Geschäftstätigkeit, Investition und Finanzierung nach UGB abdeckt.
- Rechnungslegungsstandard
- UGB
- Geschäftsjahr
- Kalenderjahr (Standard); abweichendes Wirtschaftsjahr möglich
- Währung
- EUR (€)
- Einreichung bei
- Firmenbuch
| 2026 | 2025 | |
|---|---|---|
| Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 97.000 € | 97.000 € |
| Betriebserfolg (Jahresüberschuss) | 100.000 € | 100.000 € |
| Abschreibungen | 30.000 € | 30.000 € |
| Veränderung des Working Capital | 8.000 € | 8.000 € |
| Gezahlte Ertragsteuern | 25.000 € | 25.000 € |
| Geldfluss aus der Investitionstätigkeit | (50.000 €) | (50.000 €) |
| Auszahlungen für Investitionen ins Anlagevermögen | 50.000 € | 50.000 € |
| Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 5.000 € | 5.000 € |
| Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 20.000 € | 20.000 € |
| Gezahlte Dividenden (Gewinnausschüttung) | 15.000 € | 15.000 € |
| Veränderung des Finanzmittelbestands | 52.000 € | 52.000 € |
Diese Vorlage herunterladen
Anleitung zum Ausfüllen einer Geldflussrechnung
Die Geldflussrechnung zeigt, woher die liquiden Mittel eines Unternehmens im Geschäftsjahr stammen und wofür sie verwendet wurden — getrennt nach laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Sie ergänzt Bilanz und GuV um eine reine Zahlungsmittelperspektive.
Gerade weil ein Unternehmen trotz Jahresüberschuss in Liquiditätsschwierigkeiten geraten kann (etwa durch hohe Forderungsbestände oder große Investitionen), ist die Geldflussrechnung ein wichtiges Steuerungsinstrument für Geschäftsführung, Banken und Investoren.
Was ist eine Geldflussrechnung?
Die Geldflussrechnung (auch Kapitalflussrechnung) ordnet die Veränderung des Finanzmittelbestands eines Geschäftsjahres den drei Bereichen laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit zu und zeigt so, wie sich die liquiden Mittel des Unternehmens zusammensetzen.
Was gehört hinein
- Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit: Betriebserfolg (Jahresüberschuss), Abschreibungen, Veränderung des Working Capital und gezahlte Ertragsteuern.
- Geldfluss aus der Investitionstätigkeit: Auszahlungen für Investitionen ins Anlagevermögen wie Maschinen, Fahrzeuge oder Beteiligungen.
- Geldfluss aus der Finanzierungstätigkeit: Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten und gezahlte Dividenden (Gewinnausschüttung).
- Veränderung des Finanzmittelbestands: die Summe aus allen drei Bereichen, die die Nettoveränderung der liquiden Mittel im Geschäftsjahr zeigt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Beginnen Sie mit der laufenden Geschäftstätigkeit: Nehmen Sie den Betriebserfolg (Jahresüberschuss) als Ausgangspunkt.
- Korrigieren Sie um nicht zahlungswirksame Posten: Addieren Sie Abschreibungen zurück, da diese den Erfolg mindern, aber keine Auszahlung darstellen.
- Berücksichtigen Sie die Veränderung des Working Capital: Erfassen Sie Veränderungen bei Forderungen, Vorräten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
- Ziehen Sie gezahlte Ertragsteuern ab, um den Geldfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit zu vervollständigen.
- Erfassen Sie die Investitionstätigkeit: Tragen Sie Auszahlungen für Investitionen ins Anlagevermögen sowie eventuelle Einzahlungen aus Anlagenverkäufen ein.
- Erfassen Sie die Finanzierungstätigkeit: Berücksichtigen Sie aufgenommene Finanzverbindlichkeiten, Tilgungen und gezahlte Dividenden.
- Summieren Sie alle drei Bereiche zur Veränderung des Finanzmittelbestands und gleichen Sie das Ergebnis mit der Differenz der Kassenbestände in der Bilanz ab.
Besonderheiten in Österreich
Eine gesonderte Geldflussrechnung ist nach UGB nur für bestimmte größere Kapitalgesellschaften sowie für kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtend vorgeschrieben; viele KMU erstellen sie freiwillig als internes Steuerungsinstrument oder auf Verlangen von Banken. Kapitalmarktorientierte Konzerne, die nach EU-IFRS bilanzieren, müssen ohnehin eine Kapitalflussrechnung nach IAS 7 in den Konzernabschluss aufnehmen.
Auch wenn keine gesetzliche Pflicht besteht, verlangen Kreditinstitute die Geldflussrechnung häufig zusätzlich zu Bilanz und GuV, um die Innenfinanzierungskraft und Schuldendienstfähigkeit eines Unternehmens zu beurteilen.
