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Vorlage Geldflussrechnung

Eine kostenlose Vorlage für die Geldflussrechnung in Liechtenstein, die Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit abdeckt, abgestimmt auf das PGR.

Rechnungslegungsstandard
PGR (Rechnungslegung)
Geschäftsjahr
Geschäftsjahr (meist Kalenderjahr, Jan.–Dez.)
Währung
CHF (CHF)
Einreichung bei
Handelsregister (Amt für Justiz)
Geldflussrechnung
2026
Geldfluss aus BetriebstätigkeitCHF 107'000
BetriebsergebnisCHF 100'000
AbschreibungenCHF 30'000
Veränderung NettoumlaufvermögenCHF 8'000
Bezahlte ErtragssteuernCHF 15'000
Geldfluss aus Investitionstätigkeit(CHF 50'000)
Kauf von SachanlagenCHF 50'000
Geldfluss aus FinanzierungstätigkeitCHF 5'000
Aufnahme von BankdarlehenCHF 20'000
Ausbezahlte DividendenCHF 15'000
Veränderung der flüssigen MittelCHF 62'000

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So füllen Sie eine Geldflussrechnung-Vorlage aus

Die Geldflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel eines Unternehmens über eine Periode verändert haben — getrennt nach Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Sie ergänzt Erfolgsrechnung und Bilanz, da ein Unternehmen trotz ausgewiesenem Gewinn Liquiditätsprobleme haben kann, wenn Zahlungseingänge und -ausgänge nicht mit den bilanzierten Erträgen und Aufwänden zusammenfallen.

Für liechtensteinische Gesellschaften ist die Geldflussrechnung Teil des vollständigen Jahresabschlusses, wobei grössenabhängige Erleichterungen für kleine Gesellschaften bestehen können.

Was ist eine Geldflussrechnung?

Die Geldflussrechnung ist ein Rechenwerk, das die Zu- und Abflüsse an flüssigen Mitteln einer Gesellschaft über eine Periode ausweist, gegliedert nach Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Sie zeigt die Nettoveränderung der flüssigen Mittel und erklärt damit die Differenz zwischen dem Kontostand am Anfang und am Ende der Periode.

Was gehört hinein

  • Betriebsergebnis — der Ausgangspunkt aus der Erfolgsrechnung, der um nicht liquiditätswirksame Posten bereinigt wird.
  • Abschreibungen — werden zum Betriebsergebnis zurückgerechnet, da sie den Gewinn mindern, aber keinen Geldabfluss darstellen.
  • Veränderung Nettoumlaufvermögen — die Auswirkung von Veränderungen bei Forderungen, Vorräten und Verbindlichkeiten auf die Liquidität.
  • Bezahlte Ertragssteuern — die während der Periode tatsächlich geleisteten Steuerzahlungen.
  • Kauf von Sachanlagen — Investitionsausgaben für Anlagevermögen, die den Geldfluss aus Investitionstätigkeit belasten.
  • Aufnahme von Bankdarlehen — neu aufgenommene Fremdmittel, die den Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit erhöhen.
  • Ausbezahlte Dividenden — Ausschüttungen an Anteilseigner, die den Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit mindern.
  • Veränderung der flüssigen Mittel — das Endtotal aus Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Beginnen Sie mit dem Betriebsergebnis aus der Erfolgsrechnung als Ausgangsbasis des Geldflusses aus Betriebstätigkeit.
  2. Rechnen Sie Abschreibungen zurück, da diese den Gewinn mindern, aber keinen tatsächlichen Geldabfluss darstellen.
  3. Berücksichtigen Sie die Veränderung des Nettoumlaufvermögens, also von Forderungen, Vorräten und Verbindlichkeiten.
  4. Ziehen Sie die tatsächlich bezahlten Ertragssteuern ab, um den Geldfluss aus Betriebstätigkeit abzuschliessen.
  5. Erfassen Sie im Bereich Investitionstätigkeit Käufe und Verkäufe von Sachanlagen und anderen langfristigen Vermögenswerten.
  6. Erfassen Sie im Bereich Finanzierungstätigkeit neu aufgenommene oder zurückbezahlte Darlehen sowie ausbezahlte Dividenden.
  7. Summieren Sie die drei Bereiche zur Nettoveränderung der flüssigen Mittel für die Periode.
  8. Gleichen Sie die berechnete Veränderung mit der tatsächlichen Differenz der flüssigen Mittel in der Bilanz zu Beginn und Ende der Periode ab.

Liechtenstein-spezifische Regeln

Nach PGR ist die Geldflussrechnung Bestandteil des vollständigen Jahresabschlusses; für kleine Gesellschaften bestehen grössenabhängige Erleichterungen, die unter bestimmten Voraussetzungen den Verzicht auf eine eigenständige Geldflussrechnung erlauben können.

Bestimmte sowie an einem geregelten Markt kotierte Gesellschaften erstellen die Geldflussrechnung nach IFRS-Vorgaben, während die übrigen Gesellschaften die PGR-Gliederung in Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit verwenden, wie sie auch dem Schweizer Obligationenrecht entspricht.

Häufig gestellte Fragen