Gewinnsteuer-Rechner

Berechnen Sie die gesamte Gewinnsteuer Ihrer juristischen Person für 2026: direkte Bundessteuer (≈ 7,83 %) plus Kantons- und Gemeindesteuer — mit Kantonsauswahl und effektivem Gewinnsteuersatz im Kantonsvergleich.

Steuerstand 2026 · Quelle: taxsummaries.pwc.com

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Wie die Gewinnsteuer in der Schweiz funktioniert

Anders als in den meisten Ländern gibt es in der Schweiz keine einzige „Unternehmenssteuer" mit einem landesweiten Satz. Die Gewinnsteuer einer juristischen Person — also einer AG, GmbH oder Genossenschaft — wird auf drei Ebenen erhoben, die alle auf denselben steuerbaren Reingewinn aufsetzen:

  • Direkte Bundessteuer (dBSt) — landesweit einheitlich 8,5 % auf den Gewinn nach Steuern (DBG/LIFD Art. 68). Weil die Steuer von ihrer eigenen Bemessungsgrundlage abziehbar ist, entspricht das effektiv rund 7,83 % des Vorsteuergewinns. Eine Bundeskapitalsteuer gibt es nicht.
  • Kantonssteuer — jeder Kanton legt einen eigenen, harmonisierten Basissatz auf den Gewinn fest (StHG/LHID Art. 24). Die Sätze unterscheiden sich stark: Zug und die Innerschweizer Kantone liegen deutlich tiefer als Zürich, Bern oder Genf.
  • Gemeindesteuer — die Gemeinde wendet ihren jährlichen Steuerfuss (einen Multiplikator, z. B. 100 % oder 120 %) auf die kantonale Basissteuer an — vergleichbar mit dem deutschen Gewerbesteuer-Hebesatz, nur als Vielfaches statt als eigenständiger Prozentsatz ausgedrückt.

Der Kanton und die Gemeinde des Firmensitzes bestimmen deshalb massgeblich die tatsächliche Steuerlast — die kombinierte effektive Belastung reicht 2026 von rund 11,9 % bis 20,5 % des Vorsteuergewinns.

Steuersätze 2026

TaxRate / band
Direkte BundessteuerDirect federal tax8.50%
Kantons- und GemeindesteuerCantonal & communal tax6.90%

Die Tabelle zeigt die Bundessteuer-Schicht (effektiv ≈ 7,83 % nach Abzug von der eigenen Basis) sowie die Kantons- und Gemeindesteuer-Schicht, deren Satz je nach gewähltem Kanton hinterlegt ist. Als Kantonsvergleich: Zug führt 2026 mit der tiefsten effektiven Gesamtbelastung (≈ 11,9 %) an, während Zürich (≈ 19,7 %) und Bern (bis ≈ 20,5 % je Gemeinde) am oberen Ende liegen. Alle Angaben gelten für das Steuerjahr 2026.

Rechenbeispiel: 100.000 CHF Gewinn

Angenommen, eine AG erzielt einen steuerbaren Reingewinn von 100.000 CHF und hat ihren Sitz in Zürich (dem Standardkanton im Rechner):

  • Direkte Bundessteuer: effektiv ≈ 7,83 % von 100.000 CHF = 7.830 CHF
  • Kantons- und Gemeindesteuer Zürich: ≈ 11,9 % von 100.000 CHF = 11.900 CHF

In Summe ergibt das eine Gesamtsteuer von rund 19.730 CHF — eine effektive Gesamtbelastung von etwa 19,73 %. Nach Steuern verbleiben rund 80.270 CHF im Unternehmen. Würde dieselbe AG stattdessen in Zug sitzen, läge die Kantons- und Gemeindesteuer bei nur ≈ 4,1 % (≈ 4.100 CHF), sodass die Gesamtbelastung auf rund 11.930 CHF (≈ 11,93 %) sinkt — ein Unterschied von fast 8 Prozentpunkten allein durch den Firmensitz.

Kantonsvergleich: effektive Gesamtbelastung 2026

Die folgende Auswahl zeigt die effektive Gesamtbelastung (Bund + Kanton + Gemeinde am Kantonshauptort) für ausgewählte Kantone, vom günstigsten zum teuersten:

  • Zug: ≈ 11,9 % (Tiefsteuerkanton der Schweiz)
  • Luzern: ≈ 12,3 %
  • Nidwalden: ≈ 12,7 %
  • Obwalden: ≈ 12,8 %
  • Appenzell Innerrhoden: ≈ 13,0 %
  • Basel-Stadt: ≈ 13,0 %
  • Genf: ≈ 14,5 %
  • Aargau: ≈ 15,9 %
  • Solothurn: ≈ 16,3 %
  • Bern: ≈ 16,4 % (bis ≈ 20,5 % in einzelnen Gemeinden)
  • Zürich: ≈ 19,7 % (bevölkerungsreichster Kanton)

Wählen Sie im Rechner oben Ihren Kanton, um die effektive Belastung für Ihren konkreten Standort statt eines Durchschnittswerts zu sehen. Andere Gemeinden desselben Kantons weichen wegen ihres eigenen Steuerfusses typischerweise um 0,5 bis 1,5 Prozentpunkte vom Kantonshauptort ab.

Warum die Bundessteuer effektiv unter 8,5 % liegt

Der gesetzliche Satz der direkten Bundessteuer beträgt 8,5 % — aber nicht auf den Vorsteuergewinn, sondern auf den Gewinn nach Abzug der Steuer selbst (DBG/LIFD Art. 68). Die Steuer ist also von ihrer eigenen Bemessungsgrundlage abziehbar, was den effektiven Satz bezogen auf den Vorsteuergewinn auf rund 7,83 % reduziert. Dieses Prinzip gilt ausschliesslich für die Bundessteuer; die kantonale und kommunale Gewinnsteuer wird in den meisten Kantonen direkt auf den ausgewiesenen Gewinn erhoben. Unser Rechner verwendet konsequent den effektiven Satz von ≈ 7,83 %, damit Sie direkt vom Vorsteuergewinn ausgehen können, ohne die Bemessungsgrundlage selbst umrechnen zu müssen.

Was andere Rechner übersehen

Der offizielle ESTV Steuerrechner der Eidgenössischen Steuerverwaltung ist die autoritative Quelle für alle 26 Kantone, aber form-heavy und ohne direkten Kantonsvergleich in einer Ansicht. Die meisten kommerziellen Rechner gehen noch weiter zurück: Sie ignorieren die kantonale Variation komplett und nennen nur einen einzigen „Schweizer" Satz — meist irgendwo im Mittelfeld — oder beschränken sich auf einen einzelnen Kanton wie Zürich oder Genf. Damit verschenken sie genau die Information, die für Standortfragen zählt: Der Unterschied zwischen dem günstigsten Kanton (Zug, ≈ 11,9 %) und dem teuersten (Zürich/Bern, bis ≈ 20,5 %) beträgt fast 9 Prozentpunkte — bei 100.000 CHF Gewinn sind das rund 8.600 CHF Unterschied pro Jahr. Unser Rechner bietet deshalb einen direkten Kantonsvergleich mit Aufschlüsselung in Bundes- und Kantons-/Gemeindeschicht statt eines einzelnen, irreführenden Durchschnittswerts.

Weitere Rechner & Nachbarländer

Für die persönliche Steuerlast von Geschäftsführerinnen oder Mitarbeitenden statt der Unternehmensebene hilft unser Lohnrechner Schweiz; für die private Einkommenssteuer eignet sich der Einkommenssteuer-Rechner Schweiz. Für einen Vergleich mit den Nachbarländern finden Sie die passenden Tools für Deutschland (Körperschaftsteuer-Rechner), Österreich und Liechtenstein.

Stand & Haftungsausschluss

Steuerstand: 2026 (Datenstand Juli 2026, zuletzt aktualisiert am 2026-07-01). Quellen: PwC Worldwide Tax Summaries, ESTV (Eidgenössische Steuerverwaltung) — Steuerbelastung in der Schweiz, AX-Fiduciaire und ScaleMetrics Kantonsvergleich 2026.

Dieser Rechner liefert eine unverbindliche Schätzung und stellt keine Steuerberatung dar. Die effektiven Sätze je Kanton sind am jeweiligen Kantonshauptort ermittelt; die tatsächliche Belastung Ihrer Gemeinde kann davon abweichen und hängt zusätzlich von Faktoren wie der Kapitalsteuer, dem Beteiligungsabzug oder der Patentbox ab. Bitte prüfen Sie Ihre Situation mit einer Treuhänderin oder einem Treuhänder sowie anhand der kantonalen Steuerverwaltung und des ESTV Steuerrechners.