Vorlage Geldflussrechnung Schweiz
Eine gratis Geldflussrechnung-Vorlage für die Schweiz, die Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit abdeckt.
- Rechnungslegungsstandard
- Obligationenrecht (OR)
- Geschäftsjahr
- Geschäftsjahr (meist Kalenderjahr, Jan.–Dez.)
- Währung
- CHF (CHF)
- Einreichung bei
- Keine allgemeine öffentliche Hinterlegung (SHAB nur für kotierte/Anleihens-Emittenten)
| 2026 | 2025 | |
|---|---|---|
| Geldfluss aus Betriebstätigkeit | CHF 195'000 | CHF 195'000 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | CHF 190'000 | CHF 190'000 |
| Abschreibungen | CHF 60'000 | CHF 60'000 |
| Veränderung Nettoumlaufvermögen | CHF 15'000 | CHF 15'000 |
| Bezahlte Steuern | CHF 40'000 | CHF 40'000 |
| Geldfluss aus Investitionstätigkeit | (CHF 90'000) | (CHF 90'000) |
| Investitionen in Sachanlagen | CHF 90'000 | CHF 90'000 |
| Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | CHF 20'000 | CHF 20'000 |
| Aufnahme von Darlehen | CHF 50'000 | CHF 50'000 |
| Ausgeschüttete Dividenden | CHF 30'000 | CHF 30'000 |
| Veränderung der flüssigen Mittel | CHF 125'000 | CHF 125'000 |
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So füllen Sie eine Geldflussrechnung-Vorlage aus
Die Geldflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel eines Unternehmens während einer Periode tatsächlich bewegt haben, gegliedert in Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Sie ergänzt die Erfolgsrechnung, denn ein Unternehmen kann auf dem Papier Gewinn ausweisen und trotzdem knapp bei Liquidität sein.
Nach OR ist die Geldflussrechnung nur für Unternehmen zwingend, die aufgrund ihrer Grösse zur ordentlichen Revision verpflichtet sind; viele kleinere Betriebe erstellen sie dennoch freiwillig für die eigene Liquiditätsplanung.
Was ist eine Geldflussrechnung?
Die Geldflussrechnung stellt die Geldzu- und -abflüsse eines Unternehmens in drei Kategorien — Betriebs-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit — dar, um die Veränderung der flüssigen Mittel über die Periode zu erklären. Sie ist nach OR Art. 961b für Unternehmen, die zur ordentlichen Revision verpflichtet sind, ein zwingender Bestandteil der Jahresrechnung.
Was gehört dazu
- Betriebsergebnis (EBIT) — der Ausgangspunkt für den Geldfluss aus Betriebstätigkeit, entnommen aus der Erfolgsrechnung.
- Abschreibungen — eine nicht liquiditätswirksame Aufwandsposition, die zum Betriebsergebnis wieder hinzugerechnet wird.
- Veränderung Nettoumlaufvermögen — die Liquiditätswirkung von Bewegungen bei Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten.
- Bezahlte Steuern — die tatsächlich in der Periode geleisteten Steuerzahlungen.
- Geldfluss aus Betriebstätigkeit — die Zwischensumme der oben genannten Posten, die den aus dem operativen Geschäft erzeugten Geldfluss zeigt.
- Investitionen in Sachanlagen — Geldabfluss für den Erwerb von Anlagevermögen, ausgewiesen unter Investitionstätigkeit.
- Geldfluss aus Investitionstätigkeit — die Zwischensumme aller Investitionsgeldflüsse.
- Aufnahme von Darlehen — Geldzufluss aus neuer Fremdfinanzierung, ausgewiesen unter Finanzierungstätigkeit.
- Ausgeschüttete Dividenden — Geldabfluss an die Aktionäre, abgezogen unter Finanzierungstätigkeit.
- Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit — die Zwischensumme aller Finanzierungsgeldflüsse.
- Veränderung der flüssigen Mittel — die Gesamtsumme, die die Veränderung der Liquidität des Unternehmens über die Periode zeigt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Beginnen Sie mit dem Betriebsergebnis (EBIT) aus der Erfolgsrechnung derselben Periode.
- Rechnen Sie Abschreibungen wieder hinzu, da diese das Ergebnis mindern, aber keinen Geldabfluss darstellen.
- Passen Sie das Ergebnis um die Veränderung des Nettoumlaufvermögens an — eine Zunahme von Vorräten oder Forderungen bindet Liquidität, eine Zunahme von Verbindlichkeiten setzt Liquidität frei.
- Ziehen Sie die tatsächlich bezahlten Steuern ab, um den Geldfluss aus Betriebstätigkeit zu erhalten.
- Erfassen Sie Investitionen in Sachanlagen sowie allfällige Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen unter Investitionstätigkeit.
- Erfassen Sie die Aufnahme von Darlehen und ausgeschüttete Dividenden unter Finanzierungstätigkeit.
- Summieren Sie alle drei Bereiche, um die Veränderung der flüssigen Mittel für die Periode zu berechnen.
- Prüfen Sie den Schlussbestand der flüssigen Mittel gegen den Kontoauszug und die Position in der Bilanz.
Schweiz-spezifische Regeln
Nach OR Art. 961b müssen Unternehmen, die aufgrund ihrer Grösse zur ordentlichen Revision verpflichtet sind, eine Geldflussrechnung als Teil der Jahresrechnung erstellen; kleinere Unternehmen mit eingeschränkter Revision sind davon in der Regel befreit. Konzerne, die zusätzlich Swiss GAAP FER anwenden, erstellen die Geldflussrechnung stets nach der detaillierteren FER-Gliederung.
Auch wenn nicht gesetzlich vorgeschrieben, verlangen Banken und Investoren bei Finanzierungsgesprächen häufig eine Geldflussrechnung, weshalb sich ihre Erstellung unabhängig von der Unternehmensgrösse lohnt.
