Scheinselbstständigkeit-Risiko-Rechner

Prüfen Sie das Scheinselbstständigkeit-Risiko bei Werkvertrag und freiem Dienstvertrag und berechnen Sie die mögliche ÖGK-Nachverrechnung für Auftraggeber und Auftragnehmer.

Net income difference
Self-employed nets € 3.752 less per year

Employee net annual€ 33.981
Self-employed net annual€ 30.230
Employee effective tax rate43,4 %
Self-employed effective tax rate49,6 %

Employer cost difference-€ 16.758

Wie hoch ist Ihr Scheinselbstständigkeit-Risiko wirklich?

Werkvertrag, freier Dienstvertrag oder doch ein echtes Dienstverhältnis? In Österreich hängt die rechtliche Einordnung nicht vom Titel des Vertrags ab, sondern davon, wie die Zusammenarbeit tatsächlich gelebt wird. Weisungsbindung, feste Arbeitszeiten, die Nutzung fremder Betriebsmittel oder ein einziger Auftraggeber sind typische Kriterien, die eine GPLB-Prüfung (Gemeinsame Prüfung lohnabhängiger Abgaben und Beiträge) als Indiz für ein verstecktes Dienstverhältnis wertet.

Wird die Zusammenarbeit 2026 im Zuge einer ÖGK-Prüfung als echtes Dienstverhältnis umqualifiziert, drohen sowohl dem Auftraggeber als auch der Auftragnehmerin empfindliche finanzielle Folgen. Dieser Rechner ordnet die Risikofaktoren Ihrer aktuellen Vertragssituation ein und zeigt, in welche Größenordnung eine mögliche Nachverrechnung reichen kann.

Was in die Risikoeinschätzung einfließt

  • Weisungsbindung: Können Arbeitszeit, Arbeitsort und Arbeitsablauf von der Auftraggeberin vorgegeben werden, oder bestimmt die Auftragnehmerin diese selbst?
  • Eigene Betriebsmittel: Arbeitet die Auftragnehmerin mit eigener Ausstattung und eigenem unternehmerischen Risiko, oder nutzt sie Infrastruktur der Auftraggeberin?
  • Anzahl der Auftraggeber: Ein einziger, dauerhafter Auftraggeber ist ein klassisches Indiz für ein verdecktes Dienstverhältnis.
  • Vertretungsrecht: Darf sich die Auftragnehmerin bei der Leistungserbringung vertreten lassen, oder ist die persönliche Arbeitsleistung geschuldet?
  • Eingliederung in die Organisation: Feste Ansprechpartner, Teammeetings oder eine E-Mail-Adresse der Auftraggeberin sprechen für Eingliederung.

Häufig gestellte Fragen