Festmeter Rechner Österreich: Holzvolumen berechnen & umrechnen

Festmeter, Raummeter (Ster) und Schüttraummeter umrechnen, Rundholz nach Huber kubieren und Schnittholz-Listen mit Preis kalkulieren – kostenlos, ohne Werbung, für Österreich lokalisiert.

Welches Brennholz-Angebot ist günstiger?

Angebot A

Angebot B

Festmeter (fm)
1 m³ massives Holz ohne Zwischenräume – die Maßeinheit für Rundholz und Bloche (Stammholz).
Raummeter / Ster (rm)
1 m³ geschichtetes Holz inkl. Luftzwischenräumen – in Österreich meist „Ster" genannt. Faustregel: 1 rm ≈ 0,7 fm.
Schüttraummeter (srm)
1 m³ lose geschüttete Holzscheite. Faustregel: 1 srm ≈ 0,5 fm ≈ 0,7 rm.
ÖNORM L 1021
Die österreichische Norm zur Vermessung von Rundholz – sie legt u. a. die Mittendurchmesser-Messung (Huber) und die Rindenabzüge fest.
Erntefestmeter (efm)
Festmeter nach Abzug für Rinde (ca. 10 %) und Ernteverluste – die übliche Abrechnungseinheit beim Holzverkauf aus dem Wald.
Vorratsfestmeter (vfm)
Festmeter stehendes Holz in Rinde – die Einheit der Waldinventur. Faustregel: 1 vfm ≈ 0,8 efm.
Huber-Formel
Standardformel zur Rundholz-Kubierung: V = π/4 × Mittendurchmesser² × Länge.

Festmeter, Raummeter und Ster: Holz in Österreich richtig umrechnen

In Österreich wird Brennholz meist in Raummetern (rm) angeboten, im Alltag aber oft „Ster" genannt – beide bezeichnen dasselbe geschichtete Volumen inklusive Luftzwischenräumen zwischen den Scheiten. Für den Holzverkauf aus dem Wald zählt dagegen der Festmeter (fm), also reines Holzvolumen ohne Zwischenräume, wie er nach ÖNORM L 1021 vermessen wird. Wer lose geschüttetes Scheitholz kauft (z. B. Kaminholz „geschüttet" vom Anhänger), bekommt es meist im Schüttraummeter (srm) angegeben – der lockersten und damit „luftigsten" Maßeinheit.

Diese drei Einheiten – fm, rm/Ster und srm – lassen sich nicht 1:1 vergleichen, weil der Anteil an Luft im Stapel unterschiedlich groß ist. Genau hier entstehen die meisten Missverständnisse beim Brennholzkauf: Ein Angebot "35 € pro Ster" kann günstiger oder teurer sein als "55 € pro Festmeter", je nachdem, wie man umrechnet. Dieser Rechner deckt drei Anwendungsfälle ab: Schnittholzlisten mit Preis pro m³ (z. B. für KVH-Balken oder Dachlatten), Rundholz-Kubierung nach der Huberschen Formel (für den Verkauf von Stämmen ab Wald) und die Umrechnung von Brennholz zwischen fm, rm/Ster und Schüttraummeter – inklusive Preisvergleich, damit sich Angebote in unterschiedlichen Einheiten fair gegenüberstellen lassen.

Schritt-für-Schritt: Schnittholz berechnen (mit Rechenbeispiel)

Im Modus "Schnittholz" wählen Sie zuerst einen Querschnitt – entweder einen handelsüblichen Standard wie KVH 60 × 120 mm oder ein eigenes Maß in mm. Anschließend tragen Sie Länge und Stückzahl ein sowie optional einen Verschnittzuschlag (Standard: 10 %), der Sägeverlust und Ausschuss abdeckt. Der Rechner multipliziert Dicke × Breite × Länge je Stück, summiert alle Positionen und rechnet das Ergebnis zusätzlich in Board Feet und Kubikfuß um.

Rechenbeispiel: Sie planen eine Unterkonstruktion aus 12 Stück KVH 60 × 120 mm mit je 5 m Länge. Das Volumen pro Stück beträgt 0,06 m × 0,12 m × 5 m = 0,036 m³. Bei 12 Stück ergibt das 0,432 m³ Nettovolumen. Mit 10 % Verschnittzuschlag sind das 0,4752 m³, aufgerundet also rund 0,48 m³ Bestellmenge. Beim in Österreich üblichen Richtwert von rund 420 €/m³ für KVH aus Fichte kostet die Liste damit etwa 0,4752 m³ × 420 €/m³ ≈ 200 €. Legen Sie zusätzlich Dachlatten 30 × 50 mm für die Konterlattung an, addiert der Rechner beide Positionen zu einer Gesamtsumme.

Rundholz kubieren nach der Huber-Formel (mit Rechenbeispiel)

Beim Verkauf von Rundholz ab Wald – etwa wenn Sie als Waldbesitzer Stämme an ein Sägewerk verkaufen oder selbst Bauholz einschlagen – wird nicht mit Dicke × Breite gerechnet, sondern nach der Huberschen Formel kubiert: V = π/4 × Mittendurchmesser² × Länge. Der Mittendurchmesser wird ohne Rinde in der Stammmitte gemessen, nicht am dickeren Wurzelende oder am dünneren Zopfende – das schreibt die ÖNORM L 1021 so vor, weil der Mitteldurchmesser das Volumen eines leicht konischen Stammes am genauesten annähert.

Rechenbeispiel: Ein Fichtenstamm hat einen Mittendurchmesser von 30 cm (0,30 m) und eine Länge von 4 m. Die Formel ergibt V = π/4 × 0,30² × 4 = 0,7854 × 0,09 × 4 ≈ 0,283 m³ (Festmeter) je Stamm. Bei einer Lieferung von 8 gleichartigen Stämmen sind das rund 2,26 fm. Dieser Wert ist ein Vorratsfestmeter (vfm), also Holz mit Rinde bzw. der Wert wie im stehenden Bestand geschätzt; nach Abzug von Rinde und Ernteverlusten (Faustregel: ca. 10–15 %) ergibt sich daraus der tatsächlich abgerechnete Erntefestmeter (efm) – hier also grob 1,9 bis 2,0 efm.

Brennholz umrechnen: Ster, Raummeter und Schüttraummeter (mit Rechenbeispiel)

Im Modus "Brennholz" geben Sie Menge, Einheit (rm/Ster oder srm) und Holzart ein. Der Rechner verwendet für ordentlich geschichtetes Scheitholz einen Faktor von 0,7 fm pro rm/Ster (also 1 rm ≈ 0,7 fm Massivholz, der Rest ist Luft zwischen den Scheiten) und für lose geschüttetes Holz einen Faktor von 0,5 fm pro srm (mehr Luft, weil nicht geschichtet). Aus dem Festmeterwert und der Rohdichte der gewählten Holzart (z. B. Buche: 720 kg/fm lufttrocken) berechnet er zusätzlich das ungefähre Gewicht und mit dem Heizwert je Kilogramm den nutzbaren Energiegehalt.

Rechenbeispiel: Sie kaufen 3 Ster (rm) Buchenholz. Das entspricht 3 × 0,7 = 2,1 Festmetern. Bei einer Dichte von 720 kg pro Festmeter (lufttrocken) wiegt die Lieferung rund 2,1 × 720 ≈ 1.512 kg. Mit einem Heizwert von 4,0 kWh/kg ergibt das einen Energiegehalt von etwa 1.512 × 4,0 ≈ 6.048 kWh. Kostet der Ster bei Ihrem Anbieter 90 €, zahlen Sie insgesamt 270 € für 3 Ster – umgerechnet auf den Festmeter sind das 270 € ÷ 2,1 fm ≈ 128,60 €/fm. Vergleichen Sie das mit einem zweiten Angebot in Schüttraummetern, etwa 4 srm zu 60 €/srm (= 240 €, entspricht 4 × 0,5 = 2 fm, also 120 €/fm), zeigt sich: Das zweite Angebot ist trotz höherem srm-Preisgefühl pro Festmeter günstiger. Genau diesen Vergleich übernimmt der Preisvergleichs-Rechner automatisch.

Umrechnungstabelle: Festmeter, Raummeter/Ster, Schüttraummeter und Board Feet

  • 1 Festmeter (fm) ≈ 1,43 Raummeter/Ster (rm) — Umkehrung: 1 rm ≈ 0,7 fm
  • 1 Festmeter (fm) ≈ 2 Schüttraummeter (srm) — Umkehrung: 1 srm ≈ 0,5 fm
  • 1 Raummeter/Ster (rm) ≈ 1,4 Schüttraummeter (srm)
  • 1 Schüttraummeter (srm) ≈ 0,71 Raummeter/Ster (rm)
  • 1 Festmeter (fm) ≈ 423,8 Board Feet (US-Maß, 1 bf = 1/12 ft × 1 ft × 1 ft ≈ 0,002 36 m³)
  • 1 Festmeter (fm) ≈ 35,3 Kubikfuß (ft³)
  • 1 Vorratsfestmeter (vfm) ≈ 0,8–0,85 Erntefestmeter (efm), je nach Rinden- und Ernteverlust
  • Diese Faktoren sind Richtwerte – die tatsächliche Luftanteil-Quote hängt von Scheitlänge, Holzart, Spaltgrad und Stapeldichte ab; der Rechner nutzt für rm/Ster 0,7 fm und für srm 0,5 fm als praxisübliche Werte.

Was kostet Holz in Österreich 2026? Realistische Preisspannen

Schnittholz (KVH, Fichte/Tanne) liegt je nach Marktlage, Querschnitt und Händler meist zwischen 380 € und 480 € pro m³, mit 420 €/m³ als brauchbarem Mittelwert für Standardquerschnitte wie KVH 60 × 120 mm. Konstruktionsvollholz mit sichtbarer Qualität oder besonderen Querschnitten (Balken, Bohlen) kann darüber liegen; einfache Dachlatten und Bretter oft leicht darunter, da hier der Sägeanteil pro m³ günstiger ist.

Brennholz wird meist pro Raummeter/Ster oder pro Schüttraummeter direkt ab Sägewerk, Forstbetrieb oder Landwirt verkauft. Ofenfertiges, lufttrockenes Buchenholz (Restfeuchte unter 20 %) kostet je nach Region und Lieferform üblicherweise zwischen 90 € und 130 € pro Raummeter (rm/Ster); Fichte und Kiefer als weichere, weniger heizwertstarke Holzarten liegen meist 15–25 % darunter. Wer Rundholz oder Meterscheite selbst schneidet und spaltet, zahlt oft nur pro Festmeter (efm) ab Waldstraße – hier sind, abhängig von Holzart, Sortiment und Region, grob 70–110 €/efm für Brennholz-Rundholz realistisch. Schüttraummeter-Ware (bereits fertig gespalten, lose auf den Anhänger geschüttet, oft mit Zustellung) bewegt sich meist zwischen 50 € und 75 € pro srm.

Österreichische Besonderheiten: ÖNORM, Sortimente und regionale Unterschiede

Die ÖNORM L 1021 ist die zentrale österreichische Norm zur Rundholzvermessung und regelt neben der Huber-Formel auch die zulässigen Toleranzen, die Handhabung von Krümmung und Ovalität sowie die Rindenabzüge. Sie ist die Referenz, an der sich Sägewerke, Waldbesitzer und Forstbetriebe beim Holzverkauf orientieren – vergleichbar mit dem deutschen HKS (Handelsklassensortierung), aber mit eigenen österreichischen Details.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Vorratsfestmeter (vfm) und Erntefestmeter (efm): vfm beschreibt stehendes Holz mit Rinde, wie es in der Waldinventur geschätzt wird; efm ist der tatsächlich abgerechnete Wert nach Rinden- und Ernteverlustabzug und damit die Einheit, die auf der Rechnung des Sägewerks oder Holzhändlers steht. Wer ein Angebot "ab Stock" (also stehendes Holz zum Selbstschlägern) bekommt, sollte daher wissen, dass der genannte vfm-Wert später als efm rund 15–20 % niedriger ausfällt.

Handelsübliche Querschnitte wie Dachlatte 24 × 48 mm, KVH 60 × 60 / 60 × 80 / 60 × 120 mm, KVH 80 × 160 mm oder Bohlen 40 × 200 mm sind österreichweit bei Sägewerken und Baumärkten Standard und decken sich weitgehend mit den deutschen DIN-4074-Maßen – wichtig, wenn Sie Materiallisten mit deutschen Lieferanten oder Plänen abgleichen. Regionale Preisunterschiede sind spürbar: In Vorarlberg und Tirol, wo der Bauboom und die Nähe zur Schweiz die Nachfrage treiben, liegen Schnittholzpreise und Zimmererlöhne tendenziell über dem österreichischen Schnitt; in den waldreichen östlichen Bundesländern (Niederösterreich, Burgenland, Teile der Steiermark) ist Brennholz ab Hof oft günstiger, weil kürzere Transportwege und mehr lokale Anbieter den Wettbewerb erhöhen.

Beim Einkauf empfiehlt es sich, direkt beim Sägewerk oder bei der Landwirtschaftskammer nachzufragen, ob der Preis pro Festmeter, Erntefestmeter oder Raummeter gilt – die Bezeichnung variiert je nach Anbieter, und ein unklar deklariertes "pro m³" bei Brennholz kann sowohl fm als auch rm meinen. Bei Baumarkt-Ware ist der Preis fast immer schon pro m³ Schnittholz (fm-Basis) ausgezeichnet, während private Brennholzverkäufer und Bauern meist in Ster/Raummeter kalkulieren. Ein schriftliches Angebot mit klarer Einheit, Holzart und Restfeuchte schützt vor bösen Überraschungen bei der Lieferung.

Kostenvoranschlag-Rechner

Häufig gestellte Fragen