Scheinselbstständigkeit Risiko-Rechner

Prüfen Sie das Scheinselbstständigkeit-Risiko und berechnen Sie die mögliche Nachzahlung für Auftraggeber und Auftragnehmer nach §7a SGB IV.

Net income difference
Self-employed nets 7.947 € less per year

Employee net annual36.772 €
Self-employed net annual28.825 €
Employee effective tax rate38,7 %
Self-employed effective tax rate52,0 %

Employer cost difference-12.270 €

Wie hoch ist Ihr Scheinselbstständigkeit-Risiko und was kann das Auftraggeber und Auftragnehmer kosten?

Ob eine Zusammenarbeit als freie Mitarbeit oder als verdecktes Arbeitsverhältnis gilt, entscheidet in Deutschland nicht der Titel des Vertrags, sondern die tatsächlich gelebte Praxis. Im Statusfeststellungsverfahren nach §7a SGB IV prüft die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung (DRV) unter anderem, ob Weisungsgebundenheit, Eingliederung in die Betriebsorganisation, ein fehlendes eigenes Unternehmerrisiko und nur ein einziger, dauerhafter Auftraggeber vorliegen. Das Bundessozialgericht hat mit dem 'Herrenberg'-Urteil 2022 (Fall einer Musikschullehrerin) die Kriterien gerade für freie Lehrtätigkeiten und IT-Beratung deutlich verschärft und das Reklassifizierungsrisiko branchenübergreifend erhöht.

Wird eine Tätigkeit 2026 als Scheinselbstständigkeit eingestuft, kann die DRV rückwirkend Sozialversicherungsbeiträge für Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung fordern – sowohl den Arbeitgeber- als auch den Arbeitnehmeranteil. Da vom ursprünglichen Honorar nichts einbehalten wurde, wird die Nachforderungsbasis nach §14 Abs.2 SGB IV vom Netto- auf ein fiktives Bruttoarbeitsentgelt hochgerechnet, zusätzlich läuft ab der ursprünglichen Fälligkeit ein Säumniszuschlag von 1% pro Monat. Dieser Rechner ordnet Ihre Risikofaktoren ein und zeigt die mögliche Größenordnung für Auftraggeber und Auftragnehmer.

Was für die Risikoeinschätzung typischerweise zählt

  • Weisungsgebundenheit: Werden Arbeitszeit, Arbeitsort und Arbeitsablauf vom Auftraggeber vorgegeben, oder bestimmt der Auftragnehmer diese selbst?
  • Eingliederung in die Betriebsorganisation: feste Ansprechpartner, regelmäßige Teammeetings, eine Firmen-E-Mail-Adresse oder ein fester Arbeitsplatz beim Auftraggeber
  • Anzahl der Auftraggeber: ein einziger, dauerhafter Auftraggeber ist ein klassisches Indiz für ein verdecktes Arbeitsverhältnis
  • Eigenes Unternehmerrisiko: eigene Betriebsmittel, eigene Preisgestaltung und die Möglichkeit, Aufträge abzulehnen
  • Vertretungsrecht: darf sich der Auftragnehmer bei der Leistungserbringung vertreten lassen, oder ist die persönliche Arbeitsleistung geschuldet?

Häufig gestellte Fragen