Werkstattauftrag (Liechtenstein)

Aktualisiert am 11. August 2026

In Liechtenstein gilt für die Reparatur eines Fahrzeugs das Werkvertragsrecht nach dem ABGB. Ein von der Werkstatt abgegebener Kostenvoranschlag ist grundsätzlich unverbindlich, sofern er nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet wurde; wird ein unverbindlicher Kostenvoranschlag erheblich überschritten, hat die Kundin oder der Kunde das Recht, den Auftrag zu widerrufen, ohne den vollen Preis zahlen zu müssen. Eine feste, gesetzlich definierte Prozentgrenze für eine «erhebliche» Überschreitung ist nicht bestätigt; die Beurteilung erfolgt im Einzelfall.

Ein Werkstattauftrag, der mechanisch aus einer amerikanischen Vorlage übersetzt wurde, kennt weder diese Unterscheidung zwischen verbindlichem und unverbindlichem Kostenvoranschlag noch das Widerrufsrecht bei erheblicher Überschreitung. Diese Vorlage ist um beide Punkte aufgebaut, mit einem eigenen Feld für die Art des Kostenvoranschlags.

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Werkstattauftrag

Datum:
Werkstatt:
Kundin/Kunde:
,

1. Fahrzeug und Auftrag

Fahrzeug: , Fahrgestellnummer . Fehlerbeschreibung: . Kostenvoranschlag: ().

2. Zusatzarbeiten

Allfällige Zusatzarbeiten: . Genehmigt durch die Kundin/den Kunden: .

3. Ersatzteile und Fertigstellung

Verwendete Ersatzteile: . Voraussichtliches Fertigstellungsdatum: .

Werkstatt

Datum:

Kundin/Kunde

Datum:

Verbindlicher oder unverbindlicher Kostenvoranschlag

Ein unverbindlicher Kostenvoranschlag ist eine Schätzung ohne feste Preisbindung; ein ausdrücklich verbindlicher Kostenvoranschlag bindet die Werkstatt dagegen an den genannten Betrag. Dieser Werkstattauftrag hat ein eigenes Feld dafür, welche der beiden Varianten vereinbart wurde, statt dies offenzulassen.

Widerrufsrecht bei erheblicher Überschreitung

Wird ein unverbindlicher Kostenvoranschlag erheblich überschritten, kann die Kundin oder der Kunde den Auftrag widerrufen. Eine feste, gesetzlich fixierte Prozentgrenze dafür ist nicht bestätigt; massgebend ist eine Einzelfallbeurteilung. Dieser Werkstattauftrag dokumentiert den ursprünglichen Kostenvoranschlag getrennt von allfälligen Zusatzarbeiten, damit eine erhebliche Überschreitung überhaupt erkennbar ist.

Zusatzarbeiten dokumentieren

Stellt die Werkstatt während der Arbeit fest, dass zusätzliche, im ursprünglichen Auftrag nicht enthaltene Arbeiten nötig sind, sollte sie die Kundin oder den Kunden vor deren Ausführung informieren und deren Zustimmung einholen. Dieser Werkstattauftrag hält sowohl den ursprünglichen Auftrag als auch allfällige Zusatzarbeiten mit Genehmigungsdatum fest.

Ersatzteile klar angeben

Der Werkstattauftrag sollte angeben, ob Original- oder alternative Ersatzteile verwendet werden, damit die Kundin oder der Kunde weiss, worauf sich der Kostenvoranschlag stützt.

Abschnitt für Abschnitt

Werkstatt und Kundschaft
Identifiziert die Werkstatt, die Kundin/den Kunden und das Fahrzeug.
Ursprünglicher Auftrag
Beschreibt die ursprüngliche Fehlerbeschreibung und den Kostenvoranschlag.
Art des Kostenvoranschlags
Gibt an, ob der Kostenvoranschlag verbindlich oder unverbindlich ist.
Zusatzarbeiten
Dokumentiert allfällige Zusatzarbeiten und deren Genehmigung.
Ersatzteile
Gibt an, ob Original- oder alternative Ersatzteile verwendet werden.

So füllen Sie den Werkstattauftrag aus

  1. Fehler beschreiben. Fügen Sie die Fehlerbeschreibung der Kundin/des Kunden und den Kostenvoranschlag hinzu.
  2. Art des Kostenvoranschlags wählen. Geben Sie an, ob der Kostenvoranschlag verbindlich oder unverbindlich ist.
  3. Zusatzarbeiten dokumentieren. Fügen Sie allfällige Zusatzarbeiten und das Genehmigungsdatum hinzu.
  4. Ersatzteile angeben. Vermerken Sie, ob Original- oder alternative Ersatzteile verwendet werden.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein Kostenvoranschlag verbindlich?

Nur wenn er ausdrücklich als verbindlich bezeichnet wurde. Ein unverbindlicher Kostenvoranschlag ist eine Schätzung ohne feste Preisbindung.

Was passiert bei einer erheblichen Kostenüberschreitung?

Bei einem unverbindlichen Kostenvoranschlag kann die Kundin oder der Kunde den Auftrag widerrufen, wenn die Überschreitung erheblich ist.

Gibt es einen festen Prozentsatz für eine erhebliche Überschreitung?

Ein solcher Wert ist für Liechtenstein nicht bestätigt; die Beurteilung erfolgt im Einzelfall.

Muss die Werkstatt vor Zusatzarbeiten informieren?

Es ist üblich und empfehlenswert, die Kundin oder den Kunden vor nicht im ursprünglichen Auftrag enthaltenen Zusatzarbeiten zu informieren und deren Zustimmung einzuholen.

Was bedeutet ein verbindlicher Kostenvoranschlag?

Die Werkstatt bindet sich an den genannten Betrag, selbst wenn die tatsächlichen Kosten höher ausfallen, ausser die Kundin oder der Kunde hat selbst zusätzliche Arbeiten bestellt.

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Rechtlicher Hinweis

Diese Vorlage und diese Anleitung dienen nur der allgemeinen Information. Sie stellen keine Rechtsberatung dar und wurden nicht von einer Anwältin oder einem Anwalt geprüft. Prüfen Sie die geltenden Vorschriften für Werkstattleistungen, bevor Sie dieses Dokument verwenden.