Frachtmakler-Frachtführer Vertrag Vorlage (Deutschland)

Aktualisiert am 24. August 2026

Diese deutsche Frachtmakler-Frachtführer-Vertrag Vorlage ist eine lokale Entsprechung der Jotform-Seite, keine Übersetzung eines US-Dokuments.

Sie verbindet ein ausfüllbares Dokument mit Deutschland-spezifischen Hinweisen zu Rollen, Preis, Nachweisen, Datenschutz, Zahlung und Genehmigung.

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Frachtmakler-Frachtführer-Vertrag

Datum:
Vermittler / Spediteur:
Frachtführer:
Anwendbares Recht:

1. Rolle und Compliance

handelt als Vermittler, Spediteur oder logistischer Dienstleister und nicht automatisch als ausführender Carrier. bestätigt folgende Bewilligungs-, Register-, Versicherungs- und Eignungsnachweise: .

2. Sendungen und Tender

Erfasste Sendungen: . Ausgeschlossene Güter: . Tender und Annahme erfolgen nach folgendem Prozess: .

3. Preis und Zahlung

Raten, Zuschläge und Nebenkosten: . Rechnungen sind innerhalb von Tagen zu zahlen, soweit zwingendes Recht oder ein einzelner Tender nichts anderes verlangt.

4. Versicherung, Claims und Subunternehmer

Versicherung: . Claims und Schadenbearbeitung: . Subunternehmer oder Weitervergabe: .

5. Vertraulichkeit und Daten

Frachtraten, Kundenlisten, Sendungsdaten, Login-Daten und Claims-Unterlagen sind vertraulich. Datenbedingungen: .

Vermittler / Spediteur

Datum:

Frachtführer

Datum:

Warum die Deutschland-Version kein US-Brokerformular ist

Diese Vorlage ist für Spediteur, Frachtvermittler oder logistischer Dienstleister und Frachtführer geschrieben. Sie übernimmt nicht die US-Begriffe MC number, surety bond oder FMCSA authority als Pflichtfelder, sondern arbeitet mit HGB-Fracht- und Speditionsrecht, lokaler Gewerbe- oder Registerprüfung und klarer Rollenbeschreibung.

§ 407 HGB beschreibt den Frachtvertrag: Der Frachtführer befördert das Gut und liefert es ab, der Absender zahlt die Fracht. § 454 HGB beschreibt die Besorgung der Versendung durch den Spediteur, einschließlich Auswahl der ausführenden Unternehmer, Abschluss der Beförderungsverträge und Wahrung der Interessen des Versenders.

Rollen, Weisungen und Dokumente

Die Carrier-Seite fragt nach Eignung, Versicherungen, Annahme des einzelnen Tenders, Frachtpapieren, Claims, Subunternehmern und Datenzugang. Das ist wichtig, weil der Vermittler den ausführenden Carrier auswählt und später beweisen muss, welche Leistung tatsächlich beauftragt war.

Frachtbrief, CMR, Lieferschein, Plattformdatensatz, Zollreferenz und Proof of Delivery bleiben eigenständige Dokumente. Die Vorlage ordnet sie dem Vertrag zu, ersetzt sie aber nicht.

Zahlung, Zuschläge und Claims

Die Vorlage lässt Raten, Zuschläge, Wartezeit, erfolglose Abholung, Lagerung, Zollaufwand, Treibstoff und Zahlungsfrist offen ausfüllen. Für Deutschland ist zusätzlich die lokale Verzugszinsregel relevant: Für Geldschulden im Verzug gilt § 288 BGB: fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, bei Entgeltforderungen ohne Verbraucher neun Prozentpunkte und zusätzlich die 40-Euro-Pauschale.

Claims werden nicht nur als Haftungssatz behandelt. Das Dokument verlangt Kontakt, Fristen, Belege, Fotos, Vorbehalte und Zusammenarbeit mit Versicherern oder ausführenden Unternehmen.

Daten und sensible Sendungen

Sendungsdaten enthalten oft personenbezogene Daten, Kundenlisten, Preise, Plattformzugänge und Zollinformationen. Darum verknüpft die Vorlage den Transportvertrag mit Vertraulichkeit und gegebenenfalls einem separaten Auftragsverarbeitungsvertrag.

Gefahrgut, temperaturgeführte Ware, Arzneimittel, Lebensmittel, Abfall, hochwertige Güter und grenzüberschreitende Sendungen gehören in eine Anlage, bevor ein einzelner Tender angenommen wird.

Abgrenzung zu verwandten Vorlagen

Diese Seite ist bewusst enger als ein allgemeiner Maklervertrag und breiter als ein einzelner Frachtbrief. Der Maklervertrag regelt Provisionen und Nachweise; der Frachtbrief dokumentiert eine Sendung; diese Vorlage regelt die laufende Transportbeziehung.

Wer nur ein einzelnes Versanddokument benötigt, sollte den Frachtbrief nutzen. Wer allgemeine Vermittlungsprovisionen außerhalb des Transportbereichs regeln will, sollte die Maklervertrag-Vorlage verwenden.

Klausel-für-Klausel-Leitfaden

Parteien und Rolle
Trennt Vermittler, Spediteur und ausführenden Carrier, damit keine falsche Carrierhaftung entsteht.
Nachweise
Erfasst Bewilligung, Register, Versicherung, Eignung und Ansprechpartner.
Sendungen und Tender
Macht jede Sendung zu einer eigenen Annahme mit Route, Ware, Zeit und Dokumenten.
Raten und Zahlung
Regelt Raten, Zuschläge, Nebenkosten, Zahlungsfrist und Für Geldschulden im Verzug gilt § 288 BGB: fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, bei Entgeltforderungen ohne Verbraucher neun Prozentpunkte und zusätzlich die 40-Euro-Pauschale.
Claims
Verbindet Schadenmeldung mit Belegen, Frachtpapieren und Versicherung.
Subunternehmer
Verhindert stille Weitergabe oder doppelte Vermittlung ohne Zustimmung.
Daten
Schützt Sendungsdaten, Kundenlisten, Plattformzugänge und Frachtraten.

Checkliste Deutschland

Prüfen Sie diese Punkte, bevor Sie die Vorlage in Deutschland verwenden.

  • Lokale Rollen richtig benennen

    § 407 HGB beschreibt den Frachtvertrag: Der Frachtführer befördert das Gut und liefert es ab, der Absender zahlt die Fracht. § 454 HGB beschreibt die Besorgung der Versendung durch den Spediteur, einschließlich Auswahl der ausführenden Unternehmer, Abschluss der Beförderungsverträge und Wahrung der Interessen des Versenders.

    § 454 HGB
  • Zahlungs- und Verzugsfolgen prüfen

    Für Geldschulden im Verzug gilt § 288 BGB: fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, bei Entgeltforderungen ohne Verbraucher neun Prozentpunkte und zusätzlich die 40-Euro-Pauschale.

    § 288 BGB
  • Elektronische Signatur nicht überdehnen

    Elektronische Signaturen sind grundsätzlich ein Beweis- und Formthema; qualifizierte Vertrauensdienste laufen über eIDAS und das Vertrauensdienstegesetz, besondere gesetzliche Schriftformen bleiben gesondert zu prüfen.

    Vertrauensdienstegesetz
  • Frachtpapiere separat aufbewahren

    Vertrag, Tender, Frachtbrief, CMR, Lieferschein, Zollreferenz, Fotos und Proof of Delivery erfüllen unterschiedliche Funktionen und sollten zusammen, aber nicht vermischt abgelegt werden.

    § 407 HGB
  • Sondergüter vor Annahme prüfen

    Gefahrgut, temperaturgeführte Ware, Lebensmittel, Arzneimittel, Abfall, hochwertige Güter und grenzüberschreitende Sendungen brauchen Zusatzangaben und oft Spezialnachweise.

  • Subunternehmer kontrollieren

    Stille Weitergabe kann Versicherung, Claims, Kundenschutz und Compliance unterlaufen. Zustimmung und gleichwertige Pflichten sollten Pflicht sein.

  • Datenschutz mitdenken

    Sendungs- und Plattformdaten können Personendaten enthalten. Bei Verarbeitung im Auftrag sollte die Datenschutzanlage mit der Transportpraxis zusammenpassen.

    DSGVO Art. 28

So nutzen Sie die Vorlage

  1. Rolle festlegen. Klären, ob der Vermittler als Spediteur, Frachtvermittler oder logistischer Dienstleister oder selbst als Carrier handelt.
  2. Nachweise erfassen. Bewilligung, Register, Versicherung, Ansprechpartner und Eignung eintragen.
  3. Sendungen beschreiben. Lanes, Güter, Ausschlüsse, Dokumente, Tenderprozess und Sondergüter erfassen.
  4. Zahlung regeln. Raten, Zuschläge, Nebenkosten, Zahlungsfrist und Claim-Abzug festlegen.
  5. Unterschreiben und ablegen. Vertrag, Tender, Frachtpapiere und Claims-Unterlagen gemeinsam speichern.

Häufige Fragen

Ist diese Vorlage eine Übersetzung der US-Seite?

Nein. Sie ist für Deutschland neu formuliert. Die US-Seite liefert nur den Wettbewerbsanlass; Rollen, Begriffe, Quellen und Pflichtfelder folgen dem lokalen Recht und der lokalen Geschäftspraxis.

Kann ich die Vorlage sofort unterschreiben?

Sie ist ein Ausgangspunkt. Prüfen Sie Beträge, Rollen, zwingende Form, Verbraucherbezug, Steuern, Datenschutz und branchenspezifische Bewilligungen, bevor Sie unterschreiben.

Warum enthält sie so viele Ausfüllfelder?

Weil die typischen Streitpunkte nicht im Titel liegen, sondern in Preis, Scope, Zahlung, Nachträgen, Daten, Nachweisen und Fristen. Die Felder zwingen diese Punkte aus der E-Mail-Kette in den Vertrag.

Welche Währung soll ich verwenden?

Für Deutschland ist EUR voreingestellt. Bei grenzüberschreitenden Geschäften sollten Wechselkurs, Steuer, Bankspesen und Zahlungsort zusätzlich genannt werden.

Reicht eine elektronische Signatur?

Elektronische Signaturen sind grundsätzlich ein Beweis- und Formthema; qualifizierte Vertrauensdienste laufen über eIDAS und das Vertrauensdienstegesetz, besondere gesetzliche Schriftformen bleiben gesondert zu prüfen.

Ist der Vermittler automatisch Frachtführer?

Nein. Das hängt von Auftreten, Vertrag und tatsächlicher Durchführung ab. Die Vorlage trennt Vermittler- und Carrierpflichten ausdrücklich.

Ersetzt der Vertrag den Frachtbrief?

Nein. Der Vertrag regelt die Beziehung; Frachtbrief, CMR, Lieferschein oder Proof of Delivery dokumentieren die einzelne Sendung.

Darf der Carrier weitervergeben?

Nur wie vereinbart. Die Vorlage verlangt Zustimmung oder gleichwertige Pflichten, weil stille Weitergabe Versicherung und Claims erschwert.

Ähnliche Vorlagen

Rechtlicher Hinweis

Diese Vorlage für Deutschland dient nur als allgemeine Information und Formulierungshilfe. Sie ist keine Rechts-, Steuer-, Datenschutz-, Vergabe-, Transport-, Bau- oder Branchenberatung und ersetzt keine Prüfung durch qualifizierte lokale Fachleute.