Konizität berechnen

Berechnen Sie das Verjüngungsverhältnis und den Konuswinkel eines Werkstücks aus Groß- und Kleindurchmesser sowie Länge.

Konizität berechnen: Verjüngungsverhältnis, Konuswinkel und 1:x-Notation

Die Konizität beschreibt, wie stark sich der Durchmesser eines Werkstücks über eine bestimmte Länge verändert — die Geometrie hinter gedrehten Wellen, Bohrer- und Werkzeughalterkegeln, Dübeln und konischen Verbindungen. Geben Sie den großen Durchmesser, den kleinen Durchmesser und die Verjüngungslänge ein, um das Verjüngungsverhältnis (als 1:x-Angabe), die Verjüngung pro Fuß und den halben Konuswinkel in Grad zu erhalten.

So verwenden Sie den Konizitätsrechner

  1. Geben Sie den großen Durchmesser (Dl), das dickere Ende des Werkstücks, mit seiner Einheit ein.
  2. Geben Sie den kleinen Durchmesser (Ds), das dünnere Ende, mit seiner Einheit ein.
  3. Geben Sie die Verjüngungslänge (Tl) ein und lesen Sie das Verjüngungsverhältnis, die 1:x-Notation, die Verjüngung pro Fuß und den halben Konuswinkel in Grad ab.

Die Konizitätsformeln erklärt

Verjüngung pro Längeneinheit (TPI) = (Dl - Ds) / Tl, wobei alle drei Maße dieselbe Längeneinheit verwenden müssen — ein dimensionsloses Verhältnis, nicht wörtlich "pro Zoll".

Halber Konuswinkel (theta) = arctan(TPI / 2); verdoppeln Sie ihn für den vollen Öffnungswinkel. Verjüngung pro Fuß = 12 x TPI, die traditionelle US-amerikanische Werkstattkonvention.

Rechenbeispiel: großer Durchmesser 25mm, kleiner Durchmesser 20mm, Verjüngungslänge 100mm. TPI = (25 - 20) / 100 = 0,05, entspricht einer Konizität von 1:20. Halber Winkel = arctan(0,025) = 1,43 Grad, der volle Öffnungswinkel beträgt somit etwa 2,86 Grad.

Tipps und häufige Fehler

Rechnen Sie alle Maße zuerst in dieselbe Einheit um — ein Millimeter-Durchmesser zusammen mit einer Verjüngungslänge in Zoll ergibt ein bedeutungsloses Verhältnis.

Prüfen Sie, ob eine Zeichnung oder Norm den halben Winkel (Mittelachse zur Oberfläche) oder den vollen Öffnungswinkel angibt — beide unterscheiden sich um den Faktor zwei.

Ein Werkstattbetrieb in Deutschland, der ein konisches Werkstück (Welle, Dübel, Werkzeughalter) nach Zeichnung dreht, verlangt üblicherweise etwa 56-233 €, abhängig vom Material, der geforderten Toleranz und der Oberflächengüte.