Fahrradmietvertrag Vorlage (Schweiz)

Aktualisiert am 14. August 2026

Ein Fahrradmietvertrag regelt, zu welchen Bedingungen ein Geschäft oder Anbieter ein Velo an eine Mieterschaft vermietet: das Velo, die Mietdauer, die Kaution und — weil Velofahren ein echtes Verletzungsrisiko birgt — wie dieses Risiko verteilt wird.

Die weit verbreitete US-Vorlage versucht, das Geschäft von jeder Haftung für Verletzung oder Tod freizuzeichnen, ohne eine Ausnahme für eigenes Verschulden des Geschäfts vorzusehen, und behält bei einer Verspätung von 20 Minuten die gesamte Kaution ein. In der Schweiz besteht für gewöhnliche Velos und langsame E-Bikes (bis 25 km/h) keine gesetzliche Helmpflicht — weder für Kinder noch für Erwachsene. Für schnelle E-Bikes gilt jedoch eine Helmpflicht, da sie rechtlich als Motorfahrzeuge gelten. Diese Vorlage behebt den Freizeichnungsmangel, bildet die Helmpflicht korrekt nach Fahrzeugtyp ab und ersetzt die unverhältnismässige Verspätungsstrafe durch eine angemessene Gebühr.

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Fahrradmietvertrag

Dieser Vertrag wird am zwischen (das "Geschäft") und (die "Mieterschaft") über die Vermietung eines Fahrzeugs gemäss nachstehender Beschreibung geschlossen.

1. Mietdaten

Fahrzeugtyp / Modell:
Telefon der Mieterschaft:
Mietbeginn:
Rückgabe fällig:
Kaution:

2. Helm

Dieses Fahrzeug ist ein gewöhnliches Velo oder ein langsames E-Bike mit Tretunterstützung bis 25 km/h. Für diese Fahrzeugklasse besteht in der Schweiz keine gesetzliche Helmpflicht. Ein geeigneter Helm, Grösse , wird dennoch angeboten.

3. Risikoübernahme

Die Mieterschaft erkennt an, dass Velofahren dem Grunde nach Risiken birgt, einschliesslich des Risikos körperlicher Verletzung, selbst wenn das Fahrzeug ordnungsgemäss gewartet ist und mit angemessener Sorgfalt genutzt wird. Die Mieterschaft übernimmt diese innewohnenden Risiken.

4. Haftungsfreizeichnung

Die Mieterschaft zeichnet das Geschäft von der Haftung für Verletzung, Verlust oder Schaden aus den oben genannten innewohnenden Risiken frei. Diese Freizeichnung gilt nicht für Verletzung, Verlust oder Schaden, die auf eigenem Verschulden des Geschäfts beruhen.

5. Pflichten der Mieterschaft

  1. Die Mieterschaft schliesst das Fahrzeug ab, wann immer es unbeaufsichtigt abgestellt wird.
  2. Die Mieterschaft meldet während der Miete festgestellte Mängel dem Geschäft unverzüglich und unternimmt keine eigenen Reparaturversuche.
  3. Die Mieterschaft gibt das Fahrzeug in im Wesentlichen demselben Zustand zurück, in dem es gemietet wurde, abgesehen von normaler Abnutzung.
  4. Die Mieterschaft vermietet das Fahrzeug nicht weiter und lässt es keine andere Person nutzen.
  5. Die Mieterschaft befördert keine Mitfahrenden, fährt nicht unter Einfluss von Alkohol oder Drogen und nutzt das Fahrzeug nicht zu rechtswidrigen Zwecken.

6. Verspätung und Schäden

Wird das Fahrzeug nach der oben genannten Rückgabezeit zurückgegeben, fällt eine Verspätungsgebühr von pro Stunde bis zu einer Obergrenze von an. Die Mieterschaft trägt die tatsächlichen, angemessenen Reparatur- oder Ersatzkosten des Geschäfts für Schäden, die über die normale Abnutzung hinausgehen.

7. Diebstahl

Wird das Fahrzeug gestohlen, obwohl es entsprechend den Pflichten der Mieterschaft abgeschlossen war, arbeitet die Mieterschaft mit dem Geschäft und einer etwaigen Versicherung zusammen, haftet aber nicht automatisch für den vollen Wert des Fahrzeugs. War das Fahrzeug nicht vorschriftsgemäss abgeschlossen, trägt die Mieterschaft .

8. Minderjährige Mieterschaft

9. Allgemeines

Dieser Vertrag unterliegt dem Recht von und stellt die gesamte Vereinbarung zwischen den Parteien für diese Miete dar.

Die Mieterschaft (bzw. erziehungsberechtigte Person bei Minderjährigen)

Datum:

Keine Velohelmpflicht — ausser für schnelle E-Bikes

Für gewöhnliches Velofahren und langsame E-Bikes mit Tretunterstützung bis 25 km/h besteht in der Schweiz keine allgemeine Helmpflicht, weder für Kinder noch für Erwachsene. Wer jedoch ein schnelles E-Bike fährt — mit Tretunterstützung bis 45 km/h, rechtlich als Motorfahrzeug eingestuft — muss einen nach Norm EN 1078 geprüften Velohelm tragen; das Nichttragen kann mit einer Busse bis 60 Franken geahndet werden. Seit Juni 2025 gilt die Helmpflicht zusätzlich für schwere Cargo-E-Bikes, selbst wenn deren Motorleistung auf 25 km/h begrenzt ist. Diese Vorlage bietet jedem Mieter oder jeder Mieterin einen Helm an und stellt klar, für welchen Fahrzeugtyp eine gesetzliche Pflicht besteht und für welchen nicht — anders als die freie Vorlage, die Helme als blosses Zubehör neben Schlössern auflistet.

Eine Freizeichnung kann eigenes Verschulden des Geschäfts nicht ausschliessen

Die freie Vorlage zeichnet das Geschäft von "jeglicher Haftung … oder Tod" frei, ohne eine Ausnahme für eigenes Verschulden vorzusehen — eine Klausel, die im schweizerischen Recht bei grobem Verschulden generell und gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten auch bei leichter Fahrlässigkeit unwirksam sein kann. Diese Vorlage deckt die dem Velofahren innewohnenden Risiken ab, schliesst aber eigenes Verschulden des Geschäfts — etwa ein schlecht gewartetes Velo — ausdrücklich von der Freizeichnung aus.

Verspätungs- und Schadensgebühren sollten dem tatsächlichen Schaden entsprechen

Die gesamte Kaution für eine Verspätung von 20 Minuten einzubehalten ist eine Vertragsstrafe, kein angemessener Ersatz für den tatsächlichen Schaden des Geschäfts durch eine kurze Verzögerung. Diese Vorlage verwendet stattdessen eine Verspätungsgebühr pro Stunde mit einer Obergrenze und knüpft eine Schadensgebühr an die tatsächlichen Reparatur- oder Ersatzkosten des Geschäfts statt an einen nicht genannten "vollen Velopreis".

Die Klauseln erklärt

Mieterschaft und Mietdaten
Kontaktdaten der Mieterschaft, Fahrzeugtyp sowie Miet- und Rückgabedatum.
Kaution
Höhe der Kaution und wofür sie verwendet werden darf.
Helm
Bietet einen geeigneten Helm an und bildet die Helmpflicht für schnelle E-Bikes korrekt ab.
Risikoübernahme
Erkennt die dem Velofahren innewohnenden Risiken an — die auch bei einem ordnungsgemäss gewarteten Velo und sorgfältiger Nutzung bestehen.
Haftungsfreizeichnung
Zeichnet das Geschäft von den dem Velofahren innewohnenden Risiken frei, ohne eigenes Verschulden des Geschäfts auszuschliessen.
Pflichten der Mieterschaft
Abschliessen des Velos, Melden von Mängeln und bestimmungsgemässe Nutzung.
Verspätung und Schäden
Eine Verspätungsgebühr pro Stunde mit Obergrenze und eine an die tatsächlichen Kosten geknüpfte Schadensgebühr.
Diebstahl
Was die Mieterschaft bei Diebstahl schuldet, abhängig davon, ob das Velo vorschriftsgemäss abgeschlossen war.
Minderjährige Mieterschaft
Verlangt die Unterschrift einer erziehungsberechtigten Person bei Mietern unter 18 Jahren.
Unterschriften
Unterschrift der Mieterschaft (bzw. bei Minderjährigen der erziehungsberechtigten Person) und Datum.

Compliance-Checkliste (Schweiz)

Prüfen Sie aktuelle strassenverkehrsrechtliche Vorgaben, bevor Sie Ihre Mietbedingungen festlegen.

  • Keine Helmpflicht für gewöhnliche Velos und langsame E-Bikes

    Für Velos und E-Bikes mit Tretunterstützung bis 25 km/h besteht keine gesetzliche Helmpflicht. Schnelle E-Bikes (bis 45 km/h) gelten als Motorfahrzeuge und unterliegen einer Helmpflicht.

    Veloplus — Velohelmtragepflicht in der Schweiz
  • Vermietet Ihr Geschäft auch schnelle E-Bikes, Helmpflicht kommunizieren

    Seit Juni 2025 gilt die Helmpflicht auch für schwere Cargo-E-Bikes, selbst bei einer Motorleistung bis 25 km/h. Prüfen Sie die Einstufung jedes vermieteten Fahrzeugtyps.

  • Freizeichnung nicht auf eigenes Verschulden ausdehnen

    Eine Klausel, die versucht, die Haftung eines Unternehmens für eigenes Verschulden auszuschliessen, ist im schweizerischen Recht bei grobem Verschulden generell und gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten auch bei leichter Fahrlässigkeit angreifbar.

So verwenden Sie diese Vorlage

  1. Mieter- und Fahrzeugdaten eintragen. Tragen Sie die Kontaktdaten der Mieterschaft, den Fahrzeugtyp sowie Miet- und Rückgabedatum ein.
  2. Helm anbieten. Vermerken Sie, ob die Mieterschaft einen angebotenen, geeigneten Helm angenommen hat, und ob eine gesetzliche Pflicht besteht (schnelles E-Bike).
  3. Kaution und Gebühren festlegen. Tragen Sie die Kaution, die Verspätungsgebühr pro Stunde mit Obergrenze und die Diebstahlgebühr ein.
  4. Minderjährigkeit prüfen. Ist die Mieterschaft unter 18 Jahre alt, verwenden Sie die Unterschriftszeile für die erziehungsberechtigte Person.
  5. Unterschreiben und herunterladen. Beide Parteien unterschreiben, dann laden Sie eine saubere Word- oder PDF-Datei herunter — ohne Anmeldung, ohne Wasserzeichen.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein Helm in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben?

Für gewöhnliche Velos und langsame E-Bikes (bis 25 km/h) nein, für niemanden. Für schnelle E-Bikes (bis 45 km/h), die rechtlich als Motorfahrzeuge gelten, besteht dagegen eine Helmpflicht.

Gilt die Helmpflicht auch für Cargo-E-Bikes?

Seit Juni 2025 ja, auch für schwere Cargo-E-Bikes mit Motorleistung bis 25 km/h, aufgrund der neuen Gewichtsklasse für schwere Motorfahrräder.

Kann ein Fahrradgeschäft jede Haftung für Verletzungen ausschliessen?

Nein — eine Klausel, die versucht, eigenes Verschulden des Geschäfts auszuschliessen, ist rechtlich angreifbar, besonders gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten. Diese Vorlage deckt die dem Velofahren innewohnenden Risiken ab, schliesst aber eigenes Verschulden des Geschäfts nicht aus.

Was gilt, wenn die Mieterschaft minderjährig ist?

Eine erziehungsberechtigte Person sollte anstelle der Mieterschaft unterschreiben. Die Wirksamkeit einer Freizeichnung gegenüber eigenen künftigen Ansprüchen der minderjährigen Person bleibt dennoch eingeschränkt.

Wird die gesamte Kaution bei Verspätung einbehalten?

Nicht bei dieser Vorlage — sie verwendet stattdessen eine Verspätungsgebühr pro Stunde mit Obergrenze, was dem tatsächlichen Schaden des Geschäfts durch eine kurze Verzögerung besser entspricht.

Was passiert, wenn das Velo gestohlen wird?

Die Diebstahlklausel legt fest, was die Mieterschaft schuldet, und unterscheidet, ob das Velo vorschriftsgemäss abgeschlossen war oder nicht.

Rechtlicher Hinweis

Diese Vorlage und Anleitung dienen ausschliesslich der allgemeinen Information und stellen keine Rechtsberatung dar. Prüfen Sie die für Ihr Unternehmen und Ihren Standort geltenden Vorgaben, bevor Sie sich auf diesen Vertrag verlassen.