Schotterrechner

Schotterrechner: Menge, Gewicht und Kosten fuer Schotter oder Splitt berechnen. Flaeche, Tiefe und Koernung waehlen.

Wie viel Schotter benötigen Sie?

Eine Schotterbestellung nach Gefühl geht fast immer schief: Entweder reicht die Menge für den Unterbau der Einfahrt nicht und eine zweite Lieferung wird nötig, oder am Ende bleibt ein teurer Haufen übrig, den Sie entsorgen müssen. Dieser Schotterrechner ermittelt Volumen, Gewicht und Kosten aus drei Angaben, die Sie bereits kennen — Länge und Breite (oder Durchmesser, bei einer runden Fläche) der Fläche sowie die gewünschte Schütthöhe —, sowohl für rechteckige Projekte (Einfahrten, Stellflächen, Fundamentgräben) als auch für runde oder ovale (Baumscheiben, runde Terrassen, Tankfundamente).

Er orientiert sich daran, wie Schotter tatsächlich gekauft wird: nach Gewicht, nicht nach Volumen, und je nach Körnung ergeben sich sehr unterschiedliche Schüttdichten. Wählen Sie im Dropdown eine Körnung — offenporiger Drainageschotter, eine dichtere Einfahrten-Mischung mit Feinanteil, Granitsplitt, Kalksteinschotter oder recycelter Betonsplitt (RC-Material) — und der Rechner setzt automatisch die passende Dichte an, dazu einen Verdichtungs-/Verschnittzuschlag, damit die bestellte Menge tatsächlich zur Baustelle passt und nicht nur zur reinen geometrischen Berechnung.

So verwenden Sie den Schotterrechner

  1. Wählen Sie die Form der Fläche — rechteckig für eine Einfahrt, einen Weg oder einen Fundamentgraben, oder rund/oval für eine Baumscheibe, eine runde Terrassenfläche oder ein Tankfundament.
  2. Geben Sie Länge und Breite für eine rechteckige Fläche ein, oder Länge und Breite als die beiden Durchmesser einer runden/ovalen Fläche (für einen einfachen Kreis beide Werte gleich setzen).
  3. Geben Sie die gewünschte Schütthöhe ein. Übliche Werte: 7,5–10 cm für ein Fundament oder einen Wegunterbau, 10–15 cm für den Unterbau einer Einfahrt — mehr bei schwereren Fahrzeuglasten.
  4. Wählen Sie im Materialdropdown eine Schottersorte, oder geben Sie eine eigene Dichte ein, falls Ihr Lieferant diese angibt.
  5. Passen Sie bei Bedarf den Verschnittzuschlag an (Standard 10%) und lesen Sie Volumen, Gewicht und geschätzte Kosten ab. Jede Änderung aktualisiert die Ergebnisse sofort.

Die Schotterberechnung Schritt für Schritt

Für eine rechteckige Fläche gilt: Volumen = Länge x Breite x Tiefe. Achten Sie auf einheitliche Einheiten — sind Länge und Breite in Metern und die Tiefe in Zentimetern angegeben, rechnen Sie die Tiefe vor der Multiplikation in Meter um (durch 100 teilen).

Für eine runde oder ovale Fläche gilt: Fläche = pi x (Länge/2) x (Breite/2) — Länge und Breite fungieren als die beiden Durchmesser der Form, ein gleicher Wert für beide ergibt die Fläche eines einfachen Kreises. Multiplizieren Sie diese Fläche mit der Tiefe für das Volumen, genau wie bei einem Rechteck.

Schotter wird nach Gewicht gekauft. Der nächste Schritt addiert daher zunächst den Verdichtungs-/Verschnittzuschlag zum reinen Volumen und rechnet dann über die Schüttdichte der gewählten Körnung in Gewicht um: Bestellmenge = Volumen x (1 + Zuschlag%), Gewicht = Bestellmenge x Dichte. Die Kosten ergeben sich aus dem bestellten Gewicht multipliziert mit dem Preis pro Tonne Ihres Lieferanten.

Rechenbeispiel: ein Einfahrtsunterbau von 6 m Länge x 3 m Breite, 10 cm (0,1 m) Tiefe, mit einer Einfahrten-Mischung der Dichte 1.780 kg/m³ und 10% Verschnittzuschlag. Volumen = 6 x 3 x 0,1 = 1,8 m³. Mit Zuschlag: 1,8 x 1,1 = 1,98 m³. Gewicht = 1,98 x 1.780 = 3.524 kg, rund 3,52 Tonnen. Bei einem üblichen Preis von 38 €/Tonne sind das etwa 134 € Materialkosten, ohne Lieferung.

Schweizer Schotterbezeichnungen: Schotter, Splitt und Frostschutzkies

Deutschsprachige Baustoffhändler unterscheiden mehrere Schotterkörnungen: "Schotter" ist der allgemeine Begriff für groben Schotter (16-32 mm oder gröber) für Unterbauten und Drainagen; "Splitt" bezeichnet feinere gebrochene Körnungen (2-16 mm) für Oberflächenbehandlung und Pflasterbettung; und "Frostschutzkies" ist eine gebrochene, feinanteilhaltige Mischung, die speziell gegen Frosthebung unter Einfahrten und Fundamenten in kalten Klimazonen entwickelt wurde. Schotter wird nach Tonnen verkauft und berechnet.

Praxistipps und häufige Fehler

Bei einem üblichen Schweizer Preis von rund 58 CHF/Tonne würde ein Einfahrtsunterbau, der etwa 3,52 Tonnen Frostschutzkies benötigt (eine Fläche von 6 m x 3 m bei 10 cm verdichteter Tiefe, mit 10% Verschnittzuschlag), ungefähr 204 CHF an Materialkosten kosten, ohne Lieferung.

  • Wählen Sie die Körnung passend zum Einsatzzweck. Sauberer, offenporiger Schotter hat keinen Feinanteil, der verstopfen könnte — deshalb die Standardwahl für Drainagegräben und Sickerschächte; eine Einfahrten-Mischung enthält Feinanteil, der sich beim Verdichten verzahnt — genau richtig für eine Einfahrt, falsch für eine Drainage.
  • Verdichten Sie in Lagen ab etwa 10 cm Tiefe. Eine einzige dicke Schicht, nur einmal gewalzt, verdichtet sich ungleichmäßig und setzt sich später — zwei dünnere Lagen, jede vor der nächsten verdichtet, halten Fahrzeuglasten deutlich besser stand.
  • Verwenden Sie keine feinanteilreiche Einfahrten-Mischung für eine Drainage. Genau der Feinanteil, der die Mischung so gut verdichtbar macht, verstopft die Porenräume, die eine Drainage zum Wasserablauf braucht.
  • Bestellen Sie nach Gewicht, nicht nach Augenmaß. Lieferanten berechnen und beladen nach Tonnen — das Gewichtsergebnis dieses Rechners, nicht eine geschätzte Ladeflächenmenge, entspricht tatsächlich der Lieferantenrechnung.
  • Runden Sie nach Möglichkeit auf eine volle Ladung auf — eine krumme Bestellmenge kostet pro Tonne oft mehr, als leicht auf die nächste Standardladung des Lieferanten aufzurunden.
  • Denken Sie daran: Tiefe bedeutet die verdichtete Tiefe, nicht die Schütthöhe des losen Materials vor dem Walzen — loser Schotter nimmt spürbar mehr Volumen ein als dasselbe Material nach dem Verdichten.