Zinseszinsrechner
Kostenloser Zinseszinsrechner mit regelmässigen Einzahlungen, Inflationsanpassung und vereinfachter Modellierung der Einkommenssteuer auf Zinsen für Schweizer Sparkonten und die Säule 3a.
Zukünftiger Wert
CHF 52'028
Wachstum im Zeitverlauf
| Jahr | Einzahlungen | Zinsen | Saldo |
|---|---|---|---|
| 1 | CHF 3'600 | CHF 235 | CHF 13'835 |
| 2 | CHF 3'600 | CHF 312 | CHF 17'747 |
| 3 | CHF 3'600 | CHF 391 | CHF 21'739 |
| 4 | CHF 3'600 | CHF 472 | CHF 25'811 |
| 5 | CHF 3'600 | CHF 554 | CHF 29'965 |
| 6 | CHF 3'600 | CHF 638 | CHF 34'203 |
| 7 | CHF 3'600 | CHF 724 | CHF 38'527 |
| 8 | CHF 3'600 | CHF 811 | CHF 42'937 |
| 9 | CHF 3'600 | CHF 900 | CHF 47'437 |
| 10 | CHF 3'600 | CHF 991 | CHF 52'028 |
Nur zu Schätzzwecken. Die tatsächliche Rendite und steuerliche Behandlung hängen von Ihrer Bank, Ihrem Kanton und Ihrer individuellen Steuersituation ab — konsultieren Sie eine Fachperson für Finanzberatung.
Wie der Zinseszinseffekt funktioniert
Beim Zinseszins verdienen Sie nicht nur Zinsen auf Ihre Anfangseinlage, sondern auch auf sämtliche Zinsen, die dem Konto bereits gutgeschrieben wurden. Jede Gutschrift wird Teil des Saldos und beginnt ab der nächsten Periode selbst wieder Zinsen zu erwirtschaften — deshalb wächst das Guthaben mit der Zeit immer schneller statt gleichmässig linear.
Nehmen wir eine Anfangseinlage von 10'000 CHF auf einem Konto mit 2 % Zins pro Jahr, monatlich verzinst, zusammen mit einer zusätzlichen monatlichen Einzahlung von 300 CHF. In den ersten Monaten sind die gutgeschriebenen Zinsen im Vergleich zu den eingezahlten Beträgen noch klein. Nach mehreren Jahren enthält der Saldo aber bereits mehrere Runden aufgezinster Zinsen, und das Wachstum beschleunigt sich, weil die Basis, auf die sich die Zinsen beziehen, stetig grösser wird. Die gewählte Verzinsungsfrequenz (monatlich, jährlich usw.) bestimmt, wie oft bereits gutgeschriebene Zinsen selbst wieder Zinsen erwirtschaften — je häufiger verzinst wird, desto stärker weicht der effektive Jahreszins vom angegebenen nominalen Zinssatz nach oben ab.
Wie Zinsen in der Schweiz besteuert werden: Einkommenssteuer, Kantone und Verrechnungssteuer
Zinsen aus Bankkonten gelten in der Schweiz steuerlich als Einkommen und werden zum individuellen Grenzsteuersatz besteuert — Bund, Kanton und Gemeinde zusammengerechnet. Es gibt hier keinen einheitlichen nationalen Satz: Der effektive Grenzsteuersatz auf zusätzliches Einkommen unterscheidet sich je nach Wohnkanton und Gemeinde teils erheblich, zusätzlich beeinflusst durch Einkommenshöhe, Zivilstand und Konfession. Eine seriöse Aussage für 'die Schweiz' als Ganzes ist deshalb nicht möglich, ohne einen konkreten Kanton und eine konkrete Gemeinde zu benennen — das würde den Rahmen einer einzelnen nationalen Seite sprengen. Dieser Rechner verwendet daher einen repräsentativen, gemittelten Beispielsatz von 22 % für das normale Sparkonto; Ihr tatsächlicher Grenzsteuersatz kann davon je nach Kanton deutlich nach oben oder unten abweichen, und Sie sollten für eine verbindliche Zahl Ihre kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerprofi konsultieren.
Unabhängig vom Kanton zieht Ihre Bank zusätzlich eine Verrechnungssteuer von 35 % direkt an der Quelle ab, bevor Ihnen die Zinsen gutgeschrieben werden — von 100 Franken Zins fliessen so nur 65 Franken sofort auf Ihr Konto, während 35 Franken an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) gehen. Für in der Schweiz steuerpflichtige Personen ist das aber kein zusätzlicher, endgültiger Steuerabzug: Wer die Bankguthaben und Erträge korrekt in der Steuererklärung deklariert (im Wertschriften- und Guthabenverzeichnis), erhält die einbehaltene Verrechnungssteuer von der ESTV vollständig zurückerstattet beziehungsweise an die geschuldete Einkommenssteuer angerechnet. Deshalb wird die Verrechnungssteuer in diesem Rechner nicht separat als zusätzliche Belastung eingerechnet — sie würde sonst doppelt gezählt.
Sparkonto und Säule 3a im Vergleich
Ein klassisches Sparkonto bei einer Schweizer Bank ist jederzeit verfügbar, bietet dafür aber einen eher niedrigen Zinssatz im Vergleich zu gebundenen Anlageformen. Die Säule 3a ist demgegenüber eine gebundene, steuerlich privilegierte Vorsorgeform: Einzahlungen können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden, und die Erträge innerhalb des Kontos oder Depots werden erst bei der späteren Auszahlung besteuert, dann meist zu einem deutlich reduzierten Satz. Im Gegenzug ist das Geld bis kurz vor der Pensionierung gebunden, mit nur wenigen gesetzlich definierten Ausnahmen für einen vorzeitigen Bezug (z. B. Wohneigentum, Auswanderung, Selbstständigkeit). Der jährliche Einzahlungshöchstbetrag für Angestellte mit Pensionskasse lag zuletzt bei rund CHF 7'258 (Richtwert 2026); dieser Rechner erzwingt diese Grenze nicht als Obergrenze, sondern dient nur zur Orientierung, da Säule-3a-Guthaben meist in Fonds statt zu einem festen Sparzins angelegt werden.
Beispiel: 10'000 CHF plus 300 CHF pro Monat bei 2 % über 10 Jahre
Ausgehend von einer Anfangseinlage von 10'000 CHF, mit monatlichen Einzahlungen von 300 CHF, bei einem nominalen Zinssatz von 2 % pro Jahr mit monatlicher Verzinsung, ergibt dieser Rechner einen Endwert von 52'028 CHF nach 10 Jahren. Davon stammen 46'000 CHF aus eigenen Einzahlungen (10'000 CHF Anfangseinlage plus 36'000 CHF über die zehn Jahre eingezahlt) und 6028 CHF sind Zinserträge. Durch die monatliche Verzinsung liegt der effektive Jahreszins bei 2,02 % — leicht über dem angegebenen nominalen Satz von 2 %. Bei dieser Verzinsung würde ein einmalig angelegter Betrag ohne weitere Einzahlungen rund 34,7 Jahre benötigen, um sich zu verdoppeln.
Beispiel: dieselben 10'000 CHF ohne monatliche Einzahlungen
Würden Sie dieselben 10'000 CHF zu 2 % mit monatlicher Verzinsung anlegen, aber keine weiteren Einzahlungen tätigen, ergäbe sich nach 10 Jahren ein Endwert von 12'212 CHF — davon 2212 CHF Zinsertrag. Im Vergleich zum Ergebnis von 52'028 CHF aus dem Beispiel oben zeigt sich, wie viel des Endwerts tatsächlich aus den monatlichen Einzahlungen stammt und nicht nur aus der Anfangseinlage: regelmässige Einzahlungen machen hier über denselben Zeitraum und Zinssatz den entscheidenden Unterschied aus.
Es gibt keinen einheitlichen 'Schweizer Zinssteuersatz' — die effektive Belastung hängt vom Wohnkanton und der Gemeinde ab, weshalb dieser Rechner bewusst mit einem gekennzeichneten Durchschnittssatz von 22 % arbeitet statt eine falsche Präzision vorzutäuschen. Die separat an der Quelle abgezogene Verrechnungssteuer von 35 % ist für in der Schweiz steuerpflichtige Personen, die korrekt deklarieren, keine zusätzliche Kostenbelastung, sondern wird vollständig zurückerstattet oder angerechnet.


