Zinseszinsrechner

Kostenloser Zinseszinsrechner mit regelmässigen Einzahlungen, Inflationsanpassung und vereinfachter Modellierung der Einkommenssteuer auf Zinsen für Schweizer Sparkonten und die Säule 3a.

CHF
%
Jahr
CHF
%

Zukünftiger Wert

CHF 52'028

Effektiver Jahreszins: 2.02%
Zeit bis zur Verdoppelung: 34.7 Jahr
Gesamte Einzahlungen
CHF 46'000
Gesamtzinsen
CHF 6'028
Zukünftiger Wert
CHF 52'028

Wachstum im Zeitverlauf

12345678910
Gesamte Einzahlungen Gesamtzinsen
JahrEinzahlungenZinsenSaldo
1CHF 3'600CHF 235CHF 13'835
2CHF 3'600CHF 312CHF 17'747
3CHF 3'600CHF 391CHF 21'739
4CHF 3'600CHF 472CHF 25'811
5CHF 3'600CHF 554CHF 29'965
6CHF 3'600CHF 638CHF 34'203
7CHF 3'600CHF 724CHF 38'527
8CHF 3'600CHF 811CHF 42'937
9CHF 3'600CHF 900CHF 47'437
10CHF 3'600CHF 991CHF 52'028

Nur zu Schätzzwecken. Die tatsächliche Rendite und steuerliche Behandlung hängen von Ihrer Bank, Ihrem Kanton und Ihrer individuellen Steuersituation ab — konsultieren Sie eine Fachperson für Finanzberatung.

Wie der Zinseszinseffekt funktioniert

Beim Zinseszins verdienen Sie nicht nur Zinsen auf Ihre Anfangseinlage, sondern auch auf sämtliche Zinsen, die dem Konto bereits gutgeschrieben wurden. Jede Gutschrift wird Teil des Saldos und beginnt ab der nächsten Periode selbst wieder Zinsen zu erwirtschaften — deshalb wächst das Guthaben mit der Zeit immer schneller statt gleichmässig linear.

Nehmen wir eine Anfangseinlage von 10'000 CHF auf einem Konto mit 2 % Zins pro Jahr, monatlich verzinst, zusammen mit einer zusätzlichen monatlichen Einzahlung von 300 CHF. In den ersten Monaten sind die gutgeschriebenen Zinsen im Vergleich zu den eingezahlten Beträgen noch klein. Nach mehreren Jahren enthält der Saldo aber bereits mehrere Runden aufgezinster Zinsen, und das Wachstum beschleunigt sich, weil die Basis, auf die sich die Zinsen beziehen, stetig grösser wird. Die gewählte Verzinsungsfrequenz (monatlich, jährlich usw.) bestimmt, wie oft bereits gutgeschriebene Zinsen selbst wieder Zinsen erwirtschaften — je häufiger verzinst wird, desto stärker weicht der effektive Jahreszins vom angegebenen nominalen Zinssatz nach oben ab.

Wie Zinsen in der Schweiz besteuert werden: Einkommenssteuer, Kantone und Verrechnungssteuer

Zinsen aus Bankkonten gelten in der Schweiz steuerlich als Einkommen und werden zum individuellen Grenzsteuersatz besteuert — Bund, Kanton und Gemeinde zusammengerechnet. Es gibt hier keinen einheitlichen nationalen Satz: Der effektive Grenzsteuersatz auf zusätzliches Einkommen unterscheidet sich je nach Wohnkanton und Gemeinde teils erheblich, zusätzlich beeinflusst durch Einkommenshöhe, Zivilstand und Konfession. Eine seriöse Aussage für 'die Schweiz' als Ganzes ist deshalb nicht möglich, ohne einen konkreten Kanton und eine konkrete Gemeinde zu benennen — das würde den Rahmen einer einzelnen nationalen Seite sprengen. Dieser Rechner verwendet daher einen repräsentativen, gemittelten Beispielsatz von 22 % für das normale Sparkonto; Ihr tatsächlicher Grenzsteuersatz kann davon je nach Kanton deutlich nach oben oder unten abweichen, und Sie sollten für eine verbindliche Zahl Ihre kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerprofi konsultieren.

Unabhängig vom Kanton zieht Ihre Bank zusätzlich eine Verrechnungssteuer von 35 % direkt an der Quelle ab, bevor Ihnen die Zinsen gutgeschrieben werden — von 100 Franken Zins fliessen so nur 65 Franken sofort auf Ihr Konto, während 35 Franken an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) gehen. Für in der Schweiz steuerpflichtige Personen ist das aber kein zusätzlicher, endgültiger Steuerabzug: Wer die Bankguthaben und Erträge korrekt in der Steuererklärung deklariert (im Wertschriften- und Guthabenverzeichnis), erhält die einbehaltene Verrechnungssteuer von der ESTV vollständig zurückerstattet beziehungsweise an die geschuldete Einkommenssteuer angerechnet. Deshalb wird die Verrechnungssteuer in diesem Rechner nicht separat als zusätzliche Belastung eingerechnet — sie würde sonst doppelt gezählt.

Sparkonto und Säule 3a im Vergleich

Ein klassisches Sparkonto bei einer Schweizer Bank ist jederzeit verfügbar, bietet dafür aber einen eher niedrigen Zinssatz im Vergleich zu gebundenen Anlageformen. Die Säule 3a ist demgegenüber eine gebundene, steuerlich privilegierte Vorsorgeform: Einzahlungen können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden, und die Erträge innerhalb des Kontos oder Depots werden erst bei der späteren Auszahlung besteuert, dann meist zu einem deutlich reduzierten Satz. Im Gegenzug ist das Geld bis kurz vor der Pensionierung gebunden, mit nur wenigen gesetzlich definierten Ausnahmen für einen vorzeitigen Bezug (z. B. Wohneigentum, Auswanderung, Selbstständigkeit). Der jährliche Einzahlungshöchstbetrag für Angestellte mit Pensionskasse lag zuletzt bei rund CHF 7'258 (Richtwert 2026); dieser Rechner erzwingt diese Grenze nicht als Obergrenze, sondern dient nur zur Orientierung, da Säule-3a-Guthaben meist in Fonds statt zu einem festen Sparzins angelegt werden.

Beispiel: 10'000 CHF plus 300 CHF pro Monat bei 2 % über 10 Jahre

Ausgehend von einer Anfangseinlage von 10'000 CHF, mit monatlichen Einzahlungen von 300 CHF, bei einem nominalen Zinssatz von 2 % pro Jahr mit monatlicher Verzinsung, ergibt dieser Rechner einen Endwert von 52'028 CHF nach 10 Jahren. Davon stammen 46'000 CHF aus eigenen Einzahlungen (10'000 CHF Anfangseinlage plus 36'000 CHF über die zehn Jahre eingezahlt) und 6028 CHF sind Zinserträge. Durch die monatliche Verzinsung liegt der effektive Jahreszins bei 2,02 % — leicht über dem angegebenen nominalen Satz von 2 %. Bei dieser Verzinsung würde ein einmalig angelegter Betrag ohne weitere Einzahlungen rund 34,7 Jahre benötigen, um sich zu verdoppeln.

Beispiel: dieselben 10'000 CHF ohne monatliche Einzahlungen

Würden Sie dieselben 10'000 CHF zu 2 % mit monatlicher Verzinsung anlegen, aber keine weiteren Einzahlungen tätigen, ergäbe sich nach 10 Jahren ein Endwert von 12'212 CHF — davon 2212 CHF Zinsertrag. Im Vergleich zum Ergebnis von 52'028 CHF aus dem Beispiel oben zeigt sich, wie viel des Endwerts tatsächlich aus den monatlichen Einzahlungen stammt und nicht nur aus der Anfangseinlage: regelmässige Einzahlungen machen hier über denselben Zeitraum und Zinssatz den entscheidenden Unterschied aus.

Es gibt keinen einheitlichen 'Schweizer Zinssteuersatz' — die effektive Belastung hängt vom Wohnkanton und der Gemeinde ab, weshalb dieser Rechner bewusst mit einem gekennzeichneten Durchschnittssatz von 22 % arbeitet statt eine falsche Präzision vorzutäuschen. Die separat an der Quelle abgezogene Verrechnungssteuer von 35 % ist für in der Schweiz steuerpflichtige Personen, die korrekt deklarieren, keine zusätzliche Kostenbelastung, sondern wird vollständig zurückerstattet oder angerechnet.

Was ist ein Zinseszinsrechner und wie benutzt man ihn?⌄
Ein Zinseszinsrechner zeigt, wie stark Ihr Erspartes oder Investment über die Zeit wächst, wenn bereits gutgeschriebene Zinsen selbst wieder Zinsen erwirtschaften. Geben Sie Anfangseinlage, Zinssatz, Verzinsungsfrequenz und gegebenenfalls eine monatliche Einzahlung ein, um Endwert, Gesamtzinsen und die jährliche Wachstumskurve zu sehen.
Was ist der Unterschied zwischen Sparkonto und Säule 3a?⌄
Ein Sparkonto ist jederzeit verfügbar, verzinst sich aber meist niedrig. Die Säule 3a ist gebunden bis kurz vor der Pensionierung, dafür sind Einzahlungen vom steuerbaren Einkommen abziehbar und die Erträge werden erst bei der Auszahlung besteuert, meist zu einem reduzierten Satz. Säule-3a-Guthaben werden zudem meist in Fonds angelegt statt zu einem festen Zinssatz.
Wie hoch ist die Steuer auf Zinserträge in der Schweiz genau?⌄
Es gibt keinen einheitlichen Schweizer Satz: Zinsen werden als Einkommen zum individuellen Grenzsteuersatz besteuert, der sich aus Bundes-, Kantons- und Gemeindesteuer zusammensetzt und stark je nach Wohnort variiert. Dieser Rechner verwendet 22 % als repräsentativen Beispielsatz — für eine genaue Zahl braucht es Ihren Kanton, Ihre Gemeinde und Ihre persönliche Situation.
Warum gibt es keinen einzigen Schweizer Steuersatz auf Zinsen in diesem Rechner?⌄
Weil die Einkommenssteuer in der Schweiz auf drei Ebenen erhoben wird — Bund, Kanton und Gemeinde — und die kantonalen und kommunalen Sätze sich teils erheblich unterscheiden. Eine einzelne nationale Seite kann diese kantonale Bandbreite nicht seriös in einer einzigen Zahl abbilden, deshalb wird hier bewusst mit einem gemittelten, klar gekennzeichneten Beispielsatz gearbeitet.
Was ist die Verrechnungssteuer und muss ich sie zusätzlich bezahlen?⌄
Die Verrechnungssteuer ist ein Steuerabzug von 35 % an der Quelle, den Ihre Bank direkt auf Zinserträgen einbehält, bevor sie Ihnen ausbezahlt werden. Für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz ist das keine zusätzliche endgültige Belastung: Wer die Erträge korrekt in der Steuererklärung deklariert, erhält den Betrag von der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) vollständig zurückerstattet beziehungsweise an die Steuerschuld angerechnet.
Wie funktioniert die Rückerstattung der Verrechnungssteuer?⌄
Sie deklarieren Ihre Bankguthaben und die daraus erzielten Bruttoerträge im Wertschriften- und Guthabenverzeichnis Ihrer Steuererklärung. Sind die Voraussetzungen erfüllt, verrechnet die ESTV die einbehaltene Verrechnungssteuer mit Ihrer Steuerschuld oder zahlt sie zurück — meist im Rahmen der ordentlichen Steuerveranlagung.
Was bedeutet der effektive Jahreszins gegenüber dem nominalen Zinssatz?⌄
Der nominale Zinssatz ist der angegebene Jahreszins (z. B. 2 %). Der effektive Jahreszins berücksichtigt zusätzlich die Verzinsung innerhalb des Jahres — bei monatlicher Verzinsung erwirtschaften bereits gutgeschriebene Monatszinsen in den folgenden Monaten selbst wieder Zinsen, sodass der effektive Satz etwas über dem nominalen liegt.
Wie lange dauert es, bis sich mein Erspartes verdoppelt?⌄
Das hängt vom Zinssatz und der Verzinsungsfrequenz ab. Bei 2 % mit monatlicher Verzinsung würde eine Einmalanlage ohne weitere Einzahlungen rund 34,7 Jahre benötigen, um sich zu verdoppeln. Eine grobe Faustregel ist die '72er-Regel': 72 geteilt durch den Zinssatz ergibt näherungsweise die Verdopplungszeit in Jahren.
Kann ich auch regelmässige Entnahmen simulieren, nicht nur Einzahlungen?⌄
Ja — der Rechner erlaubt zusätzlich zu den Einzahlungen auch einen Auszahlungsbetrag und eine Auszahlungsfrequenz, etwa um eine monatliche Zusatzrente aus einem bereits angesparten Betrag zu simulieren.
Was bedeutet der 'Wert in heutigen Franken'?⌄
Das ist der berechnete Endwert, abgezinst um die angenommene Inflationsrate (Standardwert in diesem Rechner: 1,5 % pro Jahr), damit Sie sehen, wie viel Kaufkraft Ihr zukünftiges Guthaben in heutigen Franken tatsächlich hätte.
Ist die hier berechnete Steuer für meine Situation exakt?⌄
Nein, sie ist eine bewusste Vereinfachung. Dieser Rechner wendet einen pauschalen, gemittelten Satz von 22 % auf die gesamten Jahreszinsen an, ohne die Verrechnungssteuer separat einzurechnen, da diese für Deklarierende rückerstattet wird. Ihr tatsächlicher Grenzsteuersatz hängt von Ihrem Kanton, Ihrer Gemeinde, Ihrem Einkommen und Ihrer Konfession ab — für eine verbindliche Einschätzung wenden Sie sich an Ihre kantonale Steuerverwaltung oder eine Fachperson.