Quadratmeter-Rechner

Berechnen Sie die Fläche eines Raums oder Grundstücks in Quadratmetern aus Länge und Breite — inklusive Mehrfachräumen und Kostenschätzung.

Quadratmeter berechnen: Fläche aus Länge x Breite

Die Fläche eines rechteckigen Raums oder Grundstücks zu berechnen ist eine der häufigsten Aufgaben in Bauprojekten, bei der Wohnungssuche oder vor dem Kauf von Bodenbelag und Farbe. Die Formel ist denkbar einfach: Länge mal Breite ergibt die Fläche in Quadratmetern (m²). Anders als im englischsprachigen Raum gibt es im Deutschen keine eigene Einheit für "Square Footage" — hierzulande wird ausschließlich in Quadratmetern gedacht und gemessen.

Dieser Rechner übernimmt die Multiplikation für Sie und löst dabei die Details, die von Hand oft für Fehler sorgen: Sie können in Zentimetern, Metern oder auch in Fuß/Zoll messen und erhalten trotzdem ein sauberes Ergebnis in Quadratmetern, mehrere identische Räume oder Grundstücke lassen sich über das Anzahl-Feld in einem Rechenschritt zusammenfassen, und bei Bedarf zeigt der Rechner eine grobe Kostenschätzung für eine professionelle Vermessung an — nicht für Material, sondern für den Vermessungsdienst selbst.

Genutzt wird dieser Rechner meist aus zwei Gründen: Erstens von Heimwerkern und Renovierern, die vor dem Kauf von Laminat, Teppich oder Farbe genau wissen müssen, wie viel Material benötigt wird. Zweitens beim Immobilienkauf oder -verkauf, um eine im Exposé angegebene Fläche zu überprüfen oder den Quadratmeterpreis zwischen mehreren Objekten fair zu vergleichen. Wer eine US-amerikanische Immobilienanzeige mit "square feet" vor sich hat, findet hier zusätzlich die passende Umrechnung in Quadratmeter.

Egal aus welchem Grund: Die zugrunde liegende Mathematik ist immer dieselbe — Länge mal Breite. Im Folgenden zeigen wir Schritt für Schritt, wie die Eingabefelder des Rechners funktionieren, rechnen ein vollständiges Beispiel von Hand durch und gehen auf die häufigsten Messfehler ein.

So verwenden Sie den Flächenrechner

  1. Messen Sie die Länge des Raums geradlinig von Wand zu Wand und tragen Sie den Wert in das Feld Länge ein. Wählen Sie im Dropdown daneben die Einheit, in der Sie gemessen haben (Meter, Zentimeter, Fuß usw.) — die Umrechnung erfolgt automatisch.
  2. Messen Sie die Breite auf die gleiche Weise, senkrecht zur Länge, und tragen Sie sie mit ihrer eigenen Einheit in das Feld Breite ein.
  3. Falls Sie mehrere identische Räume oder Grundstücke haben (z. B. vier gleich große Schlafzimmer), geben Sie diese Anzahl im Feld Anzahl identischer Räume/Flächen an. Bei einem einzelnen Raum bleibt der Wert auf 1.
  4. Wählen Sie bei Bedarf die gewünschte Ausgabeeinheit für das Ergebnis (Quadratmeter, Quadratfuß, Quadratyard, Ar oder Hektar), falls Sie etwas anderes als die Standardeinheit benötigen.
  5. Lesen Sie die Gesamtfläche sofort ab. Falls eine Kostenschätzung angezeigt wird, entspricht sie den üblichen Kosten für eine professionelle Vermessung in Ihrem Land — nicht dem Materialpreis. Dieser Rechner ermittelt die Fläche, er kalkuliert weder Bodenbelag noch Farbe.

Die Formel zur Flächenberechnung

Die Formel lautet Fläche = Länge × Breite, wobei beide Maße in derselben Einheit vorliegen müssen und das Ergebnis in Quadratmetern (m²) ausgegeben wird. Das ist die Standardformel für jedes Rechteck — der Raum oder das Grundstück muss dafür nur annähernd rechteckig sein.

Rechenbeispiel: Nehmen wir ein Schlafzimmer mit 3,66 m Länge und 3,05 m Breite. Fläche = 3,66 m × 3,05 m ≈ 11,16 m². Hätten Sie in einem Neubauprojekt vier identisch große Schlafzimmer, würden Sie zusätzlich mit der Anzahl multiplizieren: 11,16 m² × 4 ≈ 44,66 m² insgesamt.

Wenn Sie in einer anderen Einheit gemessen haben — etwa in Fuß, wie es auf einer US-amerikanischen Bauzeichnung üblich ist —, rechnet der Rechner jedes Maß zunächst in eine gemeinsame Basiseinheit um, bevor er multipliziert, und wandelt das Ergebnis anschließend in die gewählte Ausgabeeinheit um. Ein Raum von 12 ft mal 10 ft entspricht so intern rund 3,66 m mal 3,05 m und ergibt etwa 11,15 m², beziehungsweise rund 120 Quadratfuß, wenn Sie die Ausgabe auf Quadratfuß umstellen. Die wichtigste Umrechnungszahl zum Merken: 1 Quadratmeter ≈ 10,764 Quadratfuß, und 1 Quadratfuß ≈ 0,0929 Quadratmeter.

Genau deshalb ist einheitliches Messen innerhalb einer Berechnung wichtiger als die persönliche Vorliebe für eine bestimmte Einheit: Der Rechner übernimmt die Umrechnung, aber wer auf der Baustelle im Kopf rechnet, sollte Länge und Breite vor der Multiplikation immer in dieselbe Einheit bringen — das Vermischen von Metern und Fuß ohne Umrechnung ist die häufigste Ursache für ein völlig falsches Flächenergebnis.

Wie die Wohnfläche in Deutschland offiziell berechnet wird

Für Mietverträge und amtliche Wohnflächenberechnungen gilt in Deutschland in der Regel die Wohnflächenverordnung (WoFlV), die frühere Berechnungen nach der II. Berechnungsverordnung (II. BV) abgelöst hat. Nach der WoFlV zählen Wohnräume mit voller Deckenhöhe zu 100 % zur Wohnfläche, Räume oder Raumteile mit einer Deckenhöhe zwischen 1 m und 2 m werden nur zur Hälfte angerechnet, und Flächen unter 1 m Höhe zählen gar nicht. Balkone, Loggien, Terrassen und Wintergärten werden meist nur zu einem Viertel bis zur Hälfte angerechnet, je nach Lage und Ausstattung. Für Eigentumswohnungen wird stattdessen häufig nach DIN 277 gerechnet, die anders definiert, was als Nutzfläche zählt. Ein mit diesem Rechner ermitteltes Ergebnis liefert die reine Bodenfläche innerhalb der Wände und ist ein guter erster Anhaltspunkt, kann aber von einer offiziellen Wohnflächenberechnung nach WoFlV oder DIN 277 abweichen.

Praktische Tipps und häufige Fehler

Messen Sie stets auf Bodenhöhe, nicht an einer Tür oder entlang einer Wand mit Vorsprung — Wände verlaufen selten perfekt parallel, messen Sie daher an mindestens zwei Stellen und verwenden Sie den größeren Wert, wenn die Differenz mehr als ein bis zwei Zentimeter beträgt.

Wer statt selbst zu messen einen professionellen Vermessungsdienst beauftragen möchte — etwa für eine verbindliche Wohnflächenberechnung eines Wohnraums oder Grundstücks —, muss in Deutschland typischerweise mit Kosten zwischen 150 € und 400 € rechnen, abhängig von Größe und Region.

  • Unregelmäßige Räume aufteilen: Bei einem L-förmigen Raum, einer Nische oder einem Erker teilen Sie die Fläche in zwei oder mehr Rechtecke auf, berechnen jedes einzeln und addieren die Ergebnisse. Das Anzahl-Feld dieses Rechners eignet sich gut, um mehrere gleich große Rechtecke auf einmal zu summieren — bei unterschiedlich großen Abschnitten müssen Sie die Berechnung jedoch mehrfach durchführen und die Werte manuell addieren.
  • Denken Sie an Einbauschränke und Nischen, wenn Sie die tatsächlich zu belegende Fläche für Bodenbelag oder Teppich ermitteln — sie müssen meist mit bedeckt werden, auch wenn sie in einer offiziellen Wohnflächenberechnung nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) unterschiedlich oder gar nicht angerechnet werden.
  • Runden Sie erst bei der Materialbestellung auf, nicht bei der Messung selbst: Messen Sie so genau wie möglich und rechnen Sie beim Kauf einen Verschnittzuschlag hinzu (üblich sind 10 % bei geradem Verlegemuster, mehr bei diagonaler Verlegung oder Fliesen) — statt bereits den reinen Flächenwert künstlich aufzurunden.
  • Bei Immobilien ist zu beachten, dass die "Wohnfläche" in Deutschland formal nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) oder der älteren DIN 277 berechnet wird und dabei Balkone, Terrassen und Räume mit Dachschräge anteilig oder gar nicht angerechnet werden — ein selbst gemessenes Ergebnis aus diesem Rechner ist eine gute Kontrolle, kann aber von der offiziellen Wohnflächenberechnung im Exposé abweichen.
  • Häufiger Fehler: entlang einer Wand mit vorstehendem Schrank, Kamin oder Einbaumöbel messen. Messen Sie immer das tatsächliche freie Bodenmaß, nicht die Außenmaße von Wand zu Wand, wenn ein Hindernis im Weg steht.