Zinseszinsrechner

Kostenloser Zinseszinsrechner mit monatlichen Sparraten, Inflationsbereinigung und Steuerberechnung auf Zinserträge für Tagesgeld, Festgeld und Sparpläne.

€
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Jahr
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Endwert

41.442 €

Effektiver Jahreszins: 3,04%
Verdopplungszeit: 23.1 Jahr
Gesamte Einzahlungen
34.000 €
Gesamte Zinserträge
7.442 €
Endwert
41.442 €

Wachstum im Zeitverlauf

12345678910
Gesamte Einzahlungen Gesamte Zinserträge
JahrEinzahlungenZinsenKontostand
12.400 €337 €12.737 €
22.400 €421 €15.558 €
32.400 €506 €18.465 €
42.400 €595 €21.460 €
52.400 €686 €24.546 €
62.400 €780 €27.725 €
72.400 €877 €31.002 €
82.400 €976 €34.378 €
92.400 €1.079 €37.857 €
102.400 €1.185 €41.442 €

Nur zu Schätzzwecken. Die tatsächliche Rendite und Besteuerung hängen von Ihrer Bank, Ihrem Broker und Ihrer individuellen Steuersituation ab — konsultieren Sie einen Steuerberater oder Finanzberater.

Wie der Zinseszinseffekt funktioniert

Beim Zinseszins verdienen Sie nicht nur Zinsen auf Ihr Anfangskapital, sondern auch auf alle Zinsen, die dem Konto bereits gutgeschrieben wurden. Jede Gutschrift wird Teil des Kontostands und beginnt in der nächsten Periode selbst wieder Zinsen zu erwirtschaften — deshalb wächst das Guthaben von Jahr zu Jahr schneller statt gleichmäßig linear.

Nehmen wir ein Anfangskapital von 10.000 € auf einem Konto mit 3 % Zinssatz pro Jahr, monatlich verzinst, mit einer zusätzlichen monatlichen Sparrate von 200 €. In den ersten Monaten sind die gutgeschriebenen Zinsen im Vergleich zu den eingezahlten Beträgen noch gering. Nach mehreren Jahren enthält der Kontostand aber bereits mehrere Runden aufgezinster Zinsen, und das Wachstum beschleunigt sich, weil die Basis, auf die sich die Zinsen beziehen, stetig größer wird. Die gewählte Verzinsungshäufigkeit (monatlich, jährlich usw.) bestimmt, wie oft bereits gutgeschriebene Zinsen selbst wieder Zinsen erwirtschaften — je häufiger die Verzinsung, desto stärker liegt der effektive Jahreszins über dem angegebenen nominalen Zinssatz.

Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und Sparerpauschbetrag

Laut dem Glossareintrag des Bundesministeriums der Finanzen (bundesfinanzministerium.de, Stichwort 'Abgeltungsteuer') werden private Kapitalerträge in Deutschland — dazu zählen Zinsen ebenso wie Dividenden oder Kursgewinne — pauschal mit 25 % besteuert; die kontoführende Bank behält diese Abgeltungsteuer direkt ein und führt sie ans Finanzamt ab. Zusätzlich fällt der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Steuerschuld selbst an (nicht auf den Kapitalertrag), sodass sich ein effektiver Satz von rund 26,375 % ergibt (25 % × 1,055).

Jede Privatperson hat zudem einen jährlichen Sparerpauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren), bis zu dem Kapitalerträge komplett steuerfrei bleiben. Wichtig: Dieser Freibetrag gilt pro Person über alle Banken und Depots hinweg zusammen — nicht pro Konto. Damit eine Bank den Freibetrag automatisch berücksichtigt, müssen Sie ihr einen Freistellungsauftrag erteilen; ohne einen solchen Auftrag behält die Bank die Abgeltungsteuer von vornherein auf den vollen Ertrag ein, auch wenn Sie den Freibetrag insgesamt noch nicht ausgeschöpft haben.

Wer kirchensteuerpflichtig ist, zahlt zusätzlich Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer — je nach Bundesland üblicherweise 8 % oder 9 % der Steuerschuld —, was den effektiven Gesamtsatz auf schätzungsweise 27,8–28,0 % anhebt. Dieser Rechner modelliert die Steuer vereinfacht mit dem Satz von rund 26,375 % ohne Kirchensteuer; wer kirchensteuerpflichtig ist, sollte mit einer entsprechend etwas höheren tatsächlichen Steuerlast rechnen.

Tagesgeld, Festgeld und Sparbuch im Vergleich

Ein Tagesgeldkonto ist täglich verfügbar und eignet sich für Geld, das Sie kurzfristig brauchen könnten — der Zinssatz ist dabei meist variabel und richtet sich nach dem allgemeinen Zinsniveau und dem jeweiligen Anbieter. Festgeld bindet Ihr Kapital für eine feste Laufzeit, typischerweise von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren, und bietet dafür häufig einen etwas höheren, für die Laufzeit garantierten Zinssatz — ein vorzeitiger Ausstieg ist meist nur eingeschränkt oder mit Nachteilen möglich.

Ein klassisches Sparbuch, wie es viele von Hausbanken kennen, verzinst sich in der Regel deutlich niedriger als Tagesgeld oder Festgeld, bietet dafür aber sofortige Verfügbarkeit über den Schalter. Steuerlich werden Zinsen aus allen drei Produkten identisch behandelt: Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag, abzüglich des persönlichen Sparerpauschbetrags, nach den oben beschriebenen Regeln.

Beispiel: 10.000 € plus 200 € pro Monat bei 3 % über 10 Jahre

Ausgehend von einem Anfangskapital von 10.000 €, mit monatlichen Einzahlungen von 200 €, bei einem nominalen Zinssatz von 3 % pro Jahr mit monatlicher Verzinsung, ergibt dieser Rechner einen Endwert von 41.442 € nach 10 Jahren. Davon stammen 34.000 € aus eigenen Einzahlungen (10.000 € Anfangskapital plus 24.000 € über die zehn Jahre eingezahlt) und 7442 € sind Zinserträge. Durch die monatliche Verzinsung liegt der effektive Jahreszins bei 3,04 % — leicht über dem angegebenen nominalen Satz von 3 %. Bei dieser Verzinsung würde ein einmalig angelegter Betrag ohne weitere Einzahlungen rund 23,1 Jahre benötigen, um sich zu verdoppeln.

Beispiel: dieselben 10.000 € ohne monatliche Einzahlungen

Würden Sie dieselben 10.000 € zu 3 % mit monatlicher Verzinsung anlegen, aber keine weiteren Einzahlungen tätigen, ergäbe sich nach 10 Jahren ein Endwert von 13.494 € — davon 3494 € Zinsertrag. Im Vergleich zum Ergebnis von 41.442 € aus dem Beispiel oben zeigt sich, wie viel des Endwerts tatsächlich aus den monatlichen Sparraten stammt und nicht nur aus dem Anfangskapital: regelmäßige Einzahlungen machen hier über denselben Zeitraum und Zinssatz den entscheidenden Unterschied aus.

Der Sparerpauschbetrag gilt pro Person über alle Banken und Depots zusammen, nicht pro einzelnem Konto — ohne verteilten Freistellungsauftrag behält jede Bank die Abgeltungsteuer sonst von Anfang an ein. Kirchensteuerpflichtige zahlen zusätzlich 8 % oder 9 % Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer, was dieser Rechner aus Vereinfachungsgründen nicht standardmäßig einbezieht.

Was ist ein Zinseszinsrechner und wie benutzt man ihn?⌄
Ein Zinseszinsrechner zeigt, wie stark Ihr Erspartes oder Investment über die Zeit wächst, wenn bereits gutgeschriebene Zinsen selbst wieder Zinsen erwirtschaften. Geben Sie Anfangskapital, Zinssatz, Verzinsungshäufigkeit und gegebenenfalls eine monatliche Sparrate ein, um Endwert, Gesamtzinsen und die jährliche Wachstumskurve zu sehen.
Was ist der Unterschied zwischen Tagesgeld, Festgeld und Sparbuch?⌄
Tagesgeld ist täglich verfügbar mit variablem Zinssatz. Festgeld bindet das Kapital für eine feste Laufzeit gegen einen meist etwas höheren, garantierten Zinssatz. Ein klassisches Sparbuch bietet sofortige Verfügbarkeit, verzinst sich dafür aber in der Regel am niedrigsten der drei. Steuerlich werden alle drei identisch behandelt.
Wie hoch ist die Steuer auf Zinserträge in Deutschland genau?⌄
Kapitalerträge werden mit der Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuerschuld belegt, was einem effektiven Satz von rund 26,375 % entspricht. Kirchensteuerpflichtige zahlen zusätzlich 8 % oder 9 % Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer, was den effektiven Satz auf schätzungsweise 27,8–28,0 % erhöht. Dieser Rechner verwendet standardmäßig 26,375 % ohne Kirchensteuer.
Was ist der Sparerpauschbetrag und gilt er pro Konto oder pro Person?⌄
Der Sparerpauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren) gilt pro Person über alle Banken und Depots zusammen, nicht getrennt pro Konto. Damit eine Bank ihn automatisch berücksichtigt, müssen Sie ihr einen Freistellungsauftrag erteilen — sonst wird die Abgeltungsteuer von Anfang an auf den vollen Ertrag einbehalten.
Muss ich zusätzlich Kirchensteuer auf meine Zinserträge zahlen?⌄
Nur wenn Sie einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehören. In diesem Fall wird zusätzlich zur Abgeltungsteuer Kirchensteuer fällig, üblicherweise 8 % oder 9 % der Steuerschuld je nach Bundesland, wodurch sich der effektive Gesamtsatz weiter erhöht.
Was bedeutet der effektive Jahreszins gegenüber dem nominalen Zinssatz?⌄
Der nominale Zinssatz ist der angegebene Jahreszins (z. B. 3 %). Der effektive Jahreszins berücksichtigt zusätzlich die Verzinsung innerhalb des Jahres — bei monatlicher Verzinsung erwirtschaften bereits gutgeschriebene Monatszinsen in den folgenden Monaten selbst wieder Zinsen, sodass der effektive Satz etwas über dem nominalen liegt.
Wie lange dauert es, bis sich mein Erspartes verdoppelt?⌄
Das hängt vom Zinssatz und der Verzinsungshäufigkeit ab. Bei 3 % mit monatlicher Verzinsung würde eine Einmalanlage ohne weitere Einzahlungen rund 23,1 Jahre benötigen, um sich zu verdoppeln. Eine grobe Faustregel ist die '72er-Regel': 72 geteilt durch den Zinssatz ergibt näherungsweise die Verdopplungszeit in Jahren.
Kann ich auch regelmäßige Entnahmen simulieren, nicht nur Einzahlungen?⌄
Ja — der Rechner erlaubt zusätzlich zu den Einzahlungen auch einen Entnahmebetrag und eine Entnahmehäufigkeit, etwa um eine monatliche Zusatzrente aus einem bereits angesparten Betrag zu simulieren.
Was bedeutet der 'Wert in heutiger Kaufkraft'?⌄
Das ist der berechnete Endwert, abgezinst um die angenommene Inflationsrate (Standardwert in diesem Rechner: 2 % pro Jahr), damit Sie sehen, wie viel Kaufkraft Ihr zukünftiges Guthaben in heutigem Geld tatsächlich hätte.
Ist die hier berechnete Steuer für meine Situation exakt?⌄
Nein, sie ist eine Vereinfachung. Dieser Rechner wendet einen pauschalen Satz von rund 26,375 % ohne Kirchensteuer auf die gesamten Jahreszinsen an, während Ihr tatsächlicher Sparerpauschbetrag über mehrere Konten verteilt sein kann und Kirchensteuer je nach Konfession und Bundesland hinzukommen kann. Für eine verbindliche Einschätzung Ihrer Situation wenden Sie sich an Ihre Bank oder einen Steuerberater.