Zinseszinsrechner
Kostenloser Zinseszinsrechner mit monatlichen Sparraten, Inflationsbereinigung und Steuerberechnung auf Zinserträge für Tagesgeld, Festgeld und Sparpläne.
Endwert
41.442 €
Wachstum im Zeitverlauf
| Jahr | Einzahlungen | Zinsen | Kontostand |
|---|---|---|---|
| 1 | 2.400 € | 337 € | 12.737 € |
| 2 | 2.400 € | 421 € | 15.558 € |
| 3 | 2.400 € | 506 € | 18.465 € |
| 4 | 2.400 € | 595 € | 21.460 € |
| 5 | 2.400 € | 686 € | 24.546 € |
| 6 | 2.400 € | 780 € | 27.725 € |
| 7 | 2.400 € | 877 € | 31.002 € |
| 8 | 2.400 € | 976 € | 34.378 € |
| 9 | 2.400 € | 1.079 € | 37.857 € |
| 10 | 2.400 € | 1.185 € | 41.442 € |
Nur zu Schätzzwecken. Die tatsächliche Rendite und Besteuerung hängen von Ihrer Bank, Ihrem Broker und Ihrer individuellen Steuersituation ab — konsultieren Sie einen Steuerberater oder Finanzberater.
Wie der Zinseszinseffekt funktioniert
Beim Zinseszins verdienen Sie nicht nur Zinsen auf Ihr Anfangskapital, sondern auch auf alle Zinsen, die dem Konto bereits gutgeschrieben wurden. Jede Gutschrift wird Teil des Kontostands und beginnt in der nächsten Periode selbst wieder Zinsen zu erwirtschaften — deshalb wächst das Guthaben von Jahr zu Jahr schneller statt gleichmäßig linear.
Nehmen wir ein Anfangskapital von 10.000 € auf einem Konto mit 3 % Zinssatz pro Jahr, monatlich verzinst, mit einer zusätzlichen monatlichen Sparrate von 200 €. In den ersten Monaten sind die gutgeschriebenen Zinsen im Vergleich zu den eingezahlten Beträgen noch gering. Nach mehreren Jahren enthält der Kontostand aber bereits mehrere Runden aufgezinster Zinsen, und das Wachstum beschleunigt sich, weil die Basis, auf die sich die Zinsen beziehen, stetig größer wird. Die gewählte Verzinsungshäufigkeit (monatlich, jährlich usw.) bestimmt, wie oft bereits gutgeschriebene Zinsen selbst wieder Zinsen erwirtschaften — je häufiger die Verzinsung, desto stärker liegt der effektive Jahreszins über dem angegebenen nominalen Zinssatz.
Abgeltungsteuer, Solidaritätszuschlag und Sparerpauschbetrag
Laut dem Glossareintrag des Bundesministeriums der Finanzen (bundesfinanzministerium.de, Stichwort 'Abgeltungsteuer') werden private Kapitalerträge in Deutschland — dazu zählen Zinsen ebenso wie Dividenden oder Kursgewinne — pauschal mit 25 % besteuert; die kontoführende Bank behält diese Abgeltungsteuer direkt ein und führt sie ans Finanzamt ab. Zusätzlich fällt der Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Steuerschuld selbst an (nicht auf den Kapitalertrag), sodass sich ein effektiver Satz von rund 26,375 % ergibt (25 % × 1,055).
Jede Privatperson hat zudem einen jährlichen Sparerpauschbetrag von 1.000 € (2.000 € bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren), bis zu dem Kapitalerträge komplett steuerfrei bleiben. Wichtig: Dieser Freibetrag gilt pro Person über alle Banken und Depots hinweg zusammen — nicht pro Konto. Damit eine Bank den Freibetrag automatisch berücksichtigt, müssen Sie ihr einen Freistellungsauftrag erteilen; ohne einen solchen Auftrag behält die Bank die Abgeltungsteuer von vornherein auf den vollen Ertrag ein, auch wenn Sie den Freibetrag insgesamt noch nicht ausgeschöpft haben.
Wer kirchensteuerpflichtig ist, zahlt zusätzlich Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer — je nach Bundesland üblicherweise 8 % oder 9 % der Steuerschuld —, was den effektiven Gesamtsatz auf schätzungsweise 27,8–28,0 % anhebt. Dieser Rechner modelliert die Steuer vereinfacht mit dem Satz von rund 26,375 % ohne Kirchensteuer; wer kirchensteuerpflichtig ist, sollte mit einer entsprechend etwas höheren tatsächlichen Steuerlast rechnen.
Tagesgeld, Festgeld und Sparbuch im Vergleich
Ein Tagesgeldkonto ist täglich verfügbar und eignet sich für Geld, das Sie kurzfristig brauchen könnten — der Zinssatz ist dabei meist variabel und richtet sich nach dem allgemeinen Zinsniveau und dem jeweiligen Anbieter. Festgeld bindet Ihr Kapital für eine feste Laufzeit, typischerweise von einigen Monaten bis zu mehreren Jahren, und bietet dafür häufig einen etwas höheren, für die Laufzeit garantierten Zinssatz — ein vorzeitiger Ausstieg ist meist nur eingeschränkt oder mit Nachteilen möglich.
Ein klassisches Sparbuch, wie es viele von Hausbanken kennen, verzinst sich in der Regel deutlich niedriger als Tagesgeld oder Festgeld, bietet dafür aber sofortige Verfügbarkeit über den Schalter. Steuerlich werden Zinsen aus allen drei Produkten identisch behandelt: Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag, abzüglich des persönlichen Sparerpauschbetrags, nach den oben beschriebenen Regeln.
Beispiel: 10.000 € plus 200 € pro Monat bei 3 % über 10 Jahre
Ausgehend von einem Anfangskapital von 10.000 €, mit monatlichen Einzahlungen von 200 €, bei einem nominalen Zinssatz von 3 % pro Jahr mit monatlicher Verzinsung, ergibt dieser Rechner einen Endwert von 41.442 € nach 10 Jahren. Davon stammen 34.000 € aus eigenen Einzahlungen (10.000 € Anfangskapital plus 24.000 € über die zehn Jahre eingezahlt) und 7442 € sind Zinserträge. Durch die monatliche Verzinsung liegt der effektive Jahreszins bei 3,04 % — leicht über dem angegebenen nominalen Satz von 3 %. Bei dieser Verzinsung würde ein einmalig angelegter Betrag ohne weitere Einzahlungen rund 23,1 Jahre benötigen, um sich zu verdoppeln.
Beispiel: dieselben 10.000 € ohne monatliche Einzahlungen
Würden Sie dieselben 10.000 € zu 3 % mit monatlicher Verzinsung anlegen, aber keine weiteren Einzahlungen tätigen, ergäbe sich nach 10 Jahren ein Endwert von 13.494 € — davon 3494 € Zinsertrag. Im Vergleich zum Ergebnis von 41.442 € aus dem Beispiel oben zeigt sich, wie viel des Endwerts tatsächlich aus den monatlichen Sparraten stammt und nicht nur aus dem Anfangskapital: regelmäßige Einzahlungen machen hier über denselben Zeitraum und Zinssatz den entscheidenden Unterschied aus.
Der Sparerpauschbetrag gilt pro Person über alle Banken und Depots zusammen, nicht pro einzelnem Konto — ohne verteilten Freistellungsauftrag behält jede Bank die Abgeltungsteuer sonst von Anfang an ein. Kirchensteuerpflichtige zahlen zusätzlich 8 % oder 9 % Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer, was dieser Rechner aus Vereinfachungsgründen nicht standardmäßig einbezieht.


