Festmeter Rechner: Holzvolumen berechnen & umrechnen
Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter umrechnen, Rundholz nach Huber kubieren und Schnittholz-Listen mit Preis kalkulieren – kostenlos, ohne Werbung, mit Brennholz-Preisvergleich.
Welches Brennholz-Angebot ist günstiger?
Angebot A
Angebot B
- Festmeter (fm)
- 1 m³ massives Holz ohne Zwischenräume – die Maßeinheit für Rundholz und Stammholz.
- Raummeter / Ster (rm)
- 1 m³ geschichtetes Holz inkl. Luftzwischenräumen. Faustregel: 1 rm ≈ 0,7 fm.
- Schüttraummeter (srm)
- 1 m³ lose geschüttete Holzscheite. Faustregel: 1 srm ≈ 0,5 fm ≈ 0,7 rm.
- Huber-Formel
- Standardformel zur Rundholz-Kubierung: V = π/4 × Mittendurchmesser² × Länge.
- Erntefestmeter (efm)
- Festmeter nach Abzug für Rinde (ca. 10 %) und Ernteverluste – gebräuchlich beim Holzverkauf aus dem Wald.
Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter: Holz richtig umrechnen
Ob Schnittholz vom Sägewerk, Rundholz direkt aus dem Wald oder Brennholz für den Kaminofen: Wer Holz kauft oder verkauft, muss zuerst wissen, in welcher Einheit gerechnet wird. Das ist in Deutschland keine Nebensächlichkeit, denn Festmeter, Raummeter und Schüttraummeter beschreiben ganz unterschiedliche Mengen desselben Rohstoffs – und werden im Alltag trotzdem häufig durcheinandergeworfen.
Der Festmeter (fm) ist die Referenzgröße: ein Kubikmeter reines Holzvolumen, ohne Rinde, ohne Astlöcher, ohne Zwischenräume. So wird Rundholz im Wald und Schnittholz im Sägewerk kubiert. Der Raummeter (rm), auch Ster genannt, ist dagegen ein Kubikmeter ordentlich aufgeschichtetes Scheitholz – zwischen den Scheiten bleibt Luft, deshalb stecken in einem Raummeter nur rund 0,7 Festmeter Holz. Der Schüttraummeter (srm) schließlich ist ein Kubikmeter lose geschüttetes oder gekipptes Holz, meist Ofenfertiges oder Hackschnitzel-Vorstufen, mit noch größeren Hohlräumen: hier stecken nur etwa 0,5 Festmeter Holz pro srm.
Wer diese drei Größen nicht sauber trennt, zahlt beim Brennholzkauf schnell drauf oder kalkuliert eine KVH-Liste falsch. Dieser Rechner deckt deshalb alle drei Alltagsfälle ab: eine Schnittholz-Stückliste mit mehreren Positionen und Preis pro m³, die Rundholz-Kubierung nach der Huberschen Formel, und die Umrechnung von Brennholz zwischen fm, rm und srm inklusive automatischem Preisvergleich pro Festmeter – genau die Funktion, die viele einfache Online-Umrechner nicht bieten.
Schritt für Schritt: KVH-Schnittholzliste mit Preisberechnung (Beispiel)
Der Modus "Schnittholz" eignet sich für Bauholz-Stücklisten, wie sie beim Dachausbau, Carport-Bau oder Terrassenunterbau anfallen. Sie legen für jede Position Querschnitt, Länge und Stückzahl fest; der Rechner summiert das Volumen und multipliziert mit dem Preis pro Kubikmeter.
Angenommen, Sie planen einen Carport-Dachstuhl und benötigen folgende KVH-Positionen (KVH = Konstruktionsvollholz, Fichte, technisch getrocknet):
- Position 1: KVH 60 × 120 mm, Länge 5,00 m, 8 Stück (Sparren)
- Position 2: KVH 100 × 100 mm, Länge 5,00 m, 4 Stück (Pfosten)
- Position 3: Dachlatte 30 × 50 mm, Länge 4,00 m, 20 Stück (Konterlattung)
Die Rechenschritte im Detail
- Volumen je Stück berechnen: Dicke (m) × Breite (m) × Länge (m). Für Position 1: 0,06 m × 0,12 m × 5,00 m = 0,036 m³ pro Sparren.
- Mit der Stückzahl multiplizieren: 0,036 m³ × 8 Stück = 0,288 m³ für Position 1.
- Position 2: 0,10 m × 0,10 m × 5,00 m = 0,05 m³ pro Pfosten × 4 Stück = 0,20 m³.
- Position 3: 0,03 m × 0,05 m × 4,00 m = 0,006 m³ pro Latte × 20 Stück = 0,12 m³.
- Alle Positionen addieren: 0,288 + 0,20 + 0,12 = 0,608 m³ Gesamtvolumen (Nettoholz, ohne Verschnitt).
- Verschnittzuschlag einrechnen: Für Zuschnitt, Ablängen und Ausschuss setzt dieser Rechner standardmäßig 10 % an. 0,608 m³ × 1,10 = 0,669 m³ Gesamtbedarf inklusive Verschnitt.
- Kosten hochrechnen: Bei einem Richtpreis von 420 €/m³ für Fichte-KVH (Stand 2026, siehe Preistabelle unten) ergibt sich: 0,669 m³ × 420 €/m³ ≈ 281 €. Ohne den Verschnittzuschlag wären es nur 0,608 m³ × 420 €/m³ ≈ 255 € gewesen – der Unterschied von rund 26 € zeigt, warum der Zuschlag beim Materialeinkauf nicht vergessen werden sollte.
Rundholz kubieren nach der Huberschen Formel (Beispiel)
Wer Rundholz direkt vom Waldbesitzer, aus der Selbstwerbung oder als Polterware kauft, bekommt den Preis meist pro Festmeter genannt – aber das Volumen eines Stammes muss erst berechnet werden. Die in Deutschland gebräuchliche Methode ist die Huber-Formel, die mit dem Durchmesser in Stammmitte (ohne Rinde) rechnet:
V = (π / 4) × d_Mitte² × L, wobei d_Mitte der Mittendurchmesser in Metern und L die Stammlänge in Metern ist.
Beispiel: Ein Fichtenstamm hat in der Mitte (auf halber Länge gemessen) einen Durchmesser von 32 cm = 0,32 m und ist 4,50 m lang.
- Mittendurchmesser quadrieren: 0,32 m × 0,32 m = 0,1024 m².
- Mit π/4 (≈ 0,7854) multiplizieren: 0,1024 m² × 0,7854 ≈ 0,0804 m².
- Mit der Länge multiplizieren: 0,0804 m² × 4,50 m ≈ 0,362 Festmeter für diesen einen Stamm.
- Bei einem Posten von z. B. 15 gleich starken Stämmen: 0,362 fm × 15 ≈ 5,42 Festmeter insgesamt.
- Zum Vergleich mit einem Preisangebot: Bei einem Preis von 95 €/fm für Fichten-Stammholz (mittlere Güteklasse B) ergibt sich ein Wert von 5,42 fm × 95 €/fm ≈ 515 € für den gesamten Posten.
Brennholz-Angebote vergleichen: rm gegen srm (Beispiel)
Deutschland ist mit weitem Abstand der größte Brennholzmarkt der EU – entsprechend unübersichtlich sind die Angebote, weil manche Anbieter in Raummetern (rm), andere in Schüttraummetern (srm) und wieder andere direkt in Festmetern (fm) kalkulieren. Ohne Umrechnung auf eine gemeinsame Basis lässt sich kein Angebot seriös vergleichen.
Beispiel: Sie erhalten zwei Angebote für ofenfertiges Buchenholz, 33 cm Scheitlänge.
- Angebot A: 3 Raummeter (rm) für 285 €, sortiert und handaufgeschichtet geliefert.
- Angebot B: 4 Schüttraummeter (srm) für 260 €, lose in den Anhänger gekippt.
So rechnen Sie beide Angebote auf den Festmeter-Preis um
- Angebot A in Festmeter umrechnen: 3 rm × 0,7 (rm→fm-Faktor) = 2,1 Festmeter Holz.
- Preis pro Festmeter für Angebot A: 285 € ÷ 2,1 fm ≈ 135,71 €/fm.
- Angebot B in Festmeter umrechnen: 4 srm × 0,5 (srm→fm-Faktor) = 2,0 Festmeter Holz.
- Preis pro Festmeter für Angebot B: 260 € ÷ 2,0 fm = 130,00 €/fm.
- Vergleich: Angebot B liefert zwar weniger Raummeter-Äquivalent auf den ersten Blick, ist aber mit 130,00 €/fm günstiger als Angebot A mit 135,71 €/fm – ein Unterschied von rund 4 %, der ohne Umrechnung auf die gemeinsame Festmeter-Basis leicht übersehen wird.
- Genau diesen Vergleich übernimmt der Brennholz-Modus dieses Rechners automatisch: Menge und Einheit beider Angebote eintragen, Preis hinterlegen – der Rechner zeigt direkt, welches Angebot pro Festmeter günstiger ist.
Umrechnungstabelle: fm, rm, srm und Board Feet
- 1 Festmeter (fm) = 1,00 fm (Referenzgröße, reines Holzvolumen ohne Zwischenräume)
- 1 Festmeter (fm) ≈ 1,43 Raummeter (rm) – da 1 rm ≈ 0,7 fm entspricht
- 1 Festmeter (fm) ≈ 2,00 Schüttraummeter (srm) – da 1 srm ≈ 0,5 fm entspricht
- 1 Raummeter (rm) ≈ 0,70 Festmeter (fm)
- 1 Raummeter (rm) ≈ 1,40 Schüttraummeter (srm)
- 1 Schüttraummeter (srm) ≈ 0,50 Festmeter (fm) ≈ 0,70 Raummeter (rm)
- 1 Festmeter (fm) ≈ 423,8 Board Feet (US-Maßeinheit, 1 bf = 1/12 ft × 1 ft × 1 ft ≈ 0,002360 m³)
- 1 Festmeter (fm) ≈ 35,31 Kubikfuß (ft³)
- Hinweis: Alle Faktoren sind Richtwerte für lufttrockenes, ofenfertig gespaltenes Scheitholz. Je nach Scheitlänge, Spaltqualität und Stapeldichte können die realen Werte um einige Prozentpunkte abweichen – für Präzisionsfälle (z. B. Streitfälle bei Lieferungen) empfiehlt sich eine Vermessung nach DIN EN 1309-2 bzw. eine Abnahme durch einen vereidigten Holzmess-Sachverständigen.
Wie Holz in Deutschland tatsächlich bepreist wird
Schnittholz (KVH, Bretter, Bohlen, Latten) wird beim Sägewerk und im Baumarkt praktisch immer pro Kubikmeter (€/m³) kalkuliert, auch wenn der Endpreis am Regal oft pro laufendem Meter ausgezeichnet ist. Für Fichte/Tanne-KVH lagen die Preise Anfang 2026 grob zwischen 380 €/m³ und 480 €/m³ je nach Querschnitt, Güteklasse (S10/S13 nach DIN 4074) und Regionalität – Sonderquerschnitte und kleine Abnahmemengen im Baumarkt liegen oft am oberen Ende oder darüber.
Rundholz/Stammholz wird pro Festmeter (€/fm) gehandelt, meist ab Waldstraße oder ab Sägewerk. Fichten-Stammholz mittlerer Güte bewegte sich 2026 etwa zwischen 80 €/fm und 110 €/fm, Laubholz wie Eiche kann je nach Güteklasse deutlich höher liegen (Furnierholz teils 300 €/fm und mehr), während Brennholz-Rundholz (Industrieholz) meist deutlich darunter, oft im Bereich 55–75 €/fm, gehandelt wird.
Brennholz (Scheitholz) wird im Direktverkauf ab Hof meist pro Raummeter (€/rm) oder Schüttraummeter (€/srm) angeboten, seltener direkt pro Festmeter. Die Preise unterscheiden sich regional spürbar: In Bayern und im Alpenraum, wo Nadelholz aus dem eigenen Bergwald reichlich verfügbar ist, liegen ofenfertige Nadelholz-Raummeter häufig bei 75–95 €/rm, Buche/Laubholz bei 100–130 €/rm. In Ballungsräumen Norddeutschlands und in laubholzarmen Regionen liegen die Preise oft höher, Buche teils bei 120–150 €/rm, da Transportwege länger sind und die Nachfrage nach dem gefragtesten Brennholz (Buche, Eiche) das Angebot regelmäßig übersteigt. Schüttraummeter-Ware (meist industriell gesägt und gespalten, in Big Bags oder lose geliefert) ist pro srm günstiger als sortiertes rm-Holz, liefert aber wie oben gezeigt nicht automatisch den günstigeren Festmeter-Preis.
Zur Einordnung dieser Preise lohnt sich ein Blick auf die Zahlen der Bundeswaldinventur und die jährlichen Marktberichte der Landesforstverwaltungen bzw. Forstkammern der Bundesländer: Sie veröffentlichen regionale Rohholzpreise und liefern eine belastbare Grundlage, um ein konkretes Angebot einzuordnen, statt sich allein auf Erfahrungswerte zu verlassen.
KVH, DIN 4074 und die Wahl der richtigen Holzart
KVH (Konstruktionsvollholz) ist in Deutschland der Standard für tragende Holzkonstruktionen im Dach- und Holzrahmenbau. Es handelt sich um technisch getrocknetes (Holzfeuchte meist 15 % ± 3 %), gehobeltes und meist keilgezinktes Vollholz aus Fichte oder Tanne, das nach DIN 4074-1 in Sortierklassen wie S10 (Standard für die meisten Konstruktionen) oder S13 (höher belastbar) eingestuft wird. Für die reine Volumenberechnung spielt die Sortierklasse keine Rolle – wohl aber für die Statik, weshalb Sie bei tragenden Bauteilen die vom Statiker vorgegebene Klasse einhalten sollten.
Bei der Holzartwahl für Brennholz zeigen sich in Deutschland klare Präferenzen: Buche gilt wegen ihrer hohen Rohdichte (rund 720 kg/m³ atro) und ihres gleichmäßigen Abbrandverhaltens als das beliebteste und meist auch teuerste Kaminholz. Eiche (rund 750 kg/m³) ist noch dichter und brennt entsprechend lang, braucht aber eine längere Trocknungszeit. Birke (rund 650 kg/m³) brennt schnell und mit angenehmem Geruch, eignet sich gut zum Anfeuern und für kürzere Abbrände. Fichte und Kiefer (470–520 kg/m³) sind deutlich leichter, dafür günstiger und trocknen schneller – klassische Wahl für Kachelöfen oder als Anfeuerholz, weniger für lange Abbrände im Kaminofen.
Beim Kauf ab Sägewerk lohnt sich der direkte Vergleich mehrerer Anbieter in der Region, da Frachtkosten bei sperrigem Schnittholz einen erheblichen Anteil am Endpreis ausmachen können. Baumärkte sind für kleine Mengen und Sonderquerschnitte praktisch, bei größeren Mengen (ab etwa einem halben bis einem Kubikmeter) lohnt sich fast immer die Anfrage direkt beim Sägewerk oder Holzhandel, da dort die Kubikmeter-Preise spürbar niedriger liegen.
Der richtige Zeitpunkt für den Brennholzkauf
Wer im Herbst kurz vor der Heizsaison Brennholz kauft, bekommt fast immer frisch geschlagenes, noch feuchtes Holz (Holzfeuchte oft über 40 %) – das brennt schlecht, verrußt den Schornstein und verstößt streng genommen gegen die Vorgaben der 1. BImSchV, die für Scheitholz eine Restfeuchte von maximal 25 % vorschreibt. Deshalb ist Frühjahr bis Frühsommer (März bis Juni) der beste Kaufzeitpunkt: Das Holz hat dann bis zum Winter ein bis zwei komplette Trockenperioden Zeit, um auf die zulässige Restfeuchte herunterzutrocknen, und die Preise liegen außerhalb der Hochsaison meist niedriger als im September/Oktober, wenn die Nachfrage anzieht. Wer schon "ofenfertig" gekennzeichnetes, bereits ein bis zwei Jahre abgelagertes Holz kauft, zahlt zwar einen Aufschlag gegenüber frisch geschlagenem Holz, kann es aber sofort verheizen.
